Proteste beim Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbunds in Athen
Der sozialdemokratisch dominierte Europäische Gewerkschaftsbund hielt in Athen seinen 12. Kongress ab. Möglicherweise hat die Wahl des Tagungsorts auch damit zu tun, dass die griechischen Mitgliedsgewerkschaften in diesem Bund dringend Unterstützung nötig haben. Deren versöhnlerische und zurückweichende Politik angesichts der massiv verschlechterten Lebensverhältnisse führen dazu, dass immer mehr Lohnabhängige sich an der klassenkämpferischen PAME orientieren, in der die Kommunisten die Hauptkraft sind. Die Kollaboration der Gewerkschaftsbürokraten und "Arbeiteraristokraten"mit Banken, Konzernen und Regierungen unter der Parole "Wir sitzen alle in einem Boot" und "Retten, was zu retten ist", ist nicht im Interesse der Lohnabhängigen, weder in Griechenland noch in Deutschland. In Griechenland hat die Masse der Lohnabhängigen von der sogeannten Sozialpartnerschaft genug und die Erkenntnis, dass man die eigenen Interessen nicht zusammen mit, sondern nur gegen Monopolkapital und Regierung durchsetzen kann, bricht sich immer stärker Bahn.
PAME und die Kommunisten haben den Gewerkschaftsführern in Athen einen unfreundlichen Empfang bereitet. In der ganzen Stadt hingen Plakate mit Parolen gegen den EGB und für den Weltgewerkschaftsbund. Vor dem Tagungsort demonstrierten Gewerkschafter gegen den Kongress.
Die griechische KP "würdigt" das Treffen in dem hier verlinkten Text (Es gibt leider bisher noch keine deutsche Übersetzung):
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-05-17-etuc