Rechtsentwicklung nicht unaufhaltsam ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die Hetze gegen Minderheiten, die erfahrungsgemäss immer ein Mittel ist, von den wirklichen Gegensätzen in der Gesellschaft abzulenken und Unzufriedenheit gegen Ersatz"feinde" zu richten, hatte ihr Fanal 2020 in der Kampagne um Sarrazin. Wie solche Manipulationen auf die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger durchschlagen, ist wichtig für die Manipulateure: Konnte man mehr Menschen auf den Leim führen ? Konnte man eine Massenbasis schaffen, auf deren Grundlage man weiter nach rechts gehen kann ? Im Zusammenhang mit der Sarrazin-Kampagne war oft davon die Rede, dass es für eine rechtsradikale Partei, die noch nicht offen faschistisch auftritt, ein Wählerpotential von um die 20 % geben könnte. Fatima Özoguz hat z. B. in einem Beitrag, der auch in diesem Blog verlinkt ist, darauf aufmerksam gemacht, dass Teile des bessergestellten Kleinbürgertums, die sich zur "Leistungselite" zählen, sich gegenüber den unteren Schichten radikalisieren (http://kritische-massen.over-blog.de/ext/http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2360.htm ).

 

Aus einem im folgenden verlinkten Artikel geht hervor, dass es gegen die rechtspopulstischen Manöver aber auch eine gewisse Resistenz zu geben scheint. Umfragen unter "Einheimischen" und Immigranten zeigen, dass sich die Einschätzungen des Verhältnisses zwischen diesen beiden Gruppen zwar von 2009 auf 2010 verändert haben in Richtung eines skeptischeren Blicks, dass aber andererseits von einem breiten Durchbruch der rechten Propaganda bisher nicht die Rede sein kann:

 

http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/01/12/wie-kommen-einheimische-und-zuwanderer-miteinander-aus/

 

 

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Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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