Syrien: Die Beobachter der Arabischen Lügner beobachten nicht richtig
Die Beobachter der Arabischen Liga haben in Syrien dies zu beobachten: Assad, der Tyrann, lässt von seinem mordlüsternen Militär die arme Zivilbevölkerung abschlachten. Ein Highlight wäre, wenn Soldaten dabei beobachtet werden könnten, wie sie Neugeborene aus den Butkästen reissen und an die Wand schmettern. Das hat schon einmal geklappt, damals in Kuweit - zwar nicht die Tatsache, aber die Behauptung - und nicht wenig dazu beigetragen, dass man Saddam mit Hitler gleichsetzen konnte. - Was heisst konnte - musste ! Der moralischen menschenrechtlichen Verantwortung wegen. Nun, was die Beobachter der Arabischen Lügner in Syrien betrifft, muss man sie ja nicht gleich überfordern. Aber irgendwelche Gräueltaten hätten sie, God damned, schon beobachten sollen. Wozu sonst sind sie denn da hingeschickt worden ?!
Aber was beobachten sie, in Homs ?
- "Einige Plätze sehen ein bisschen durcheinander aus, aber ansonsten gibt es nichts Beängstigendes."
- "Es war gestern ruhig, und es gab keine Zusammenstösse. ... Wir haben keine Panzer gesehen aber einige gepanzerte Fahrzeuge."
Die NZZ ist empört und lässt das Volk zu Wort kommen. 1 Volk (männlich), sagt, was angemessen ist: "Ich habe das Gefühl, sie haben das, was sie gesehen haben, nicht richtig anerkannt." Jawoll, so ist´s richtig. Noch 1 Volk (Gruppe, für eine Kamera bereitstehend): "Kommt und schaut euch das an, sie schlachten uns ab, ich schwöre es."
Die FAZ, die über die mangelnde Menschenrechtssensibilität der Beobachter genau so empört ist wie die NZZ, bringt auch exakt die selben Zitate der Bevölkerung. Exakt die selben. Keins mehr, keins weniger. Aber nicht, dass da jemand meint, es handele sich um die Kolportage einer Geschichte, die sie selber gar nicht recherchiert haben. Die Erklärung der Übereinstimmung liegt einfach darin, dass 1 Volk dasteht wie 1 Mann und alle das selbe sagen, die Wahrheit eben. Jawoll.
Die Empörung von FAZ und NZZ (um hier nur zwei der Leuchtfeuer der wahrheitsgemässen Berichterstattung anzuführen) ist verständlich. Frau Clinton ("Ich kam, sah und er war tot.") hat die Arabischen Lügner doch nicht zum Spass nach Syrien geschickt, sondern um die Befreiung des syrischen Volkes, speziell den Schutz der Zivilbevölkerung, vorzubereiten.
Und man konnte doch wohl mit Recht darauf hoffen, dass die richtigen Beobachter entsandt werden, wenn man in Rechnung stellt, wer die Arabischen Lügner sind: das in aller Welt hochgeachtete saudische Königshaus (Frauen am Steuer sind Sittenverfall); Seine Durchlaucht von Katar, dessen Mannen gerade wie die Löwen die libysche Zivilbevölkerung beschützt haben; die andere Durchlaucht von Bahrein, die gerade von den königlichen saudischen Brüdern eine gefährliche antidemokratische Volksbewegung hat niederschlagen lassen, Allah ist gnädig; Seine Durchlaucht von Jordanien, der treue Freund der einzigen Demokratie im Nahen Osten; - um aus dieser ehrenwerten Gesellschaft nur einige besonders aller Ehren Werte zu nennen.
Da schicken diese treuen Verbündeten des freien Westens also Beobachter, wie ihnen geheissen, - und die beobachten nix ?! Was soll das ?!
Nun, sie sind ja noch ein wenig länger in Syrien. Man muss ihnen noch eine Chance geben. Wenn sie auch weiterhin nicht sehen, was sie doch sehen müssen, könnte man ja nicht einmal ausschliessen, dass Heckenschützen des mordlüsternen Assad-Regimes den einen oder anderen umnieten müssen. Sowas macht der glatt, dieser Assad, da hat der keine Skrupel, der Assad. Das hätten sie dann davon, die Beobachter der Arabischen Lügner, wenn sie dem Namen ihrer durchlauchtigen Entsender nicht Ehre machen wollen.