Wie Schein-Revolutionen gemacht werden
Diese Dokumentation des österreichischen Fernsehens sollten sich alle anschauen, die die Strategie des "Regime Change" verstehen wollen. Diese Strategie zu verstehen ist unabdingbar, wenn man sich ein realistisches Bild von den "bunten Revolutionen" machen will, deren letzte Inszenierungen in Ägypten, Tunesien und Libyen zu sehen waren und die gegenwärtig in Syrien vorbereitet werden soll.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=5ifKyciJMcc
Strategien der verdeckten Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, der Steuerung von Volksbewegungen, der Provokation und Ablenkung sind nichts Neues. In der Strategie des "Regime Change" sind solche Methoden lediglich wissenschaftlich und technisch optimiert. Für die fatalistische Schlussfolgerung "Wenn man niemandem mehr trauen kann, halte ich mich lieber ganz raus" gibt es keinen Grund. Es handelt sich nur um Betrugsmanöver, wenn diese auch noch so perfekt inszeniert werden.
Betrug kann man durchschauen lernen. Das ist guter Lernstoff, der hilft, die eigeneNaivität und das Hinterherlaufen hinter den jeweils neuesten politischen Modererscheinungen kritisch zu hinterfragen. Und die gelernte Lektion macht den Betrug stumpf und unwirksam, ist ein Sieg über Manipulation. Die Strategie der Mächtigen hat einen Schwachpunkt, der auch mit der grössten Raffinesse nicht wettzumachen ist - sie steht gegen die wirklichen Interessen der Masse der Bevölkerung in welchem Land auch immer, und die Bevölkerung ist lernfähig. Täuschungen können eine Weile erfolgreich sein, aber mit der Zeit werden sie durchschaut.
Das Herausragende bei der Strategie des "Regime Change" scheint mir zu sein, dass die Herrschenden die vielen Methoden des Volkswiderstands gegen sie wissenschaftlich ausgewertet haben und nun versuchen, diese Methoden in einer möglichst perfekten Mimikry zum eigenen Vorteil nachzuahmen, von kritischer Publizistik bis zu Strassendemonstrationen, von kulturellen Bewegungen bis zur (Konter-)Guerilla. Sie bedienen sich dazu mit Vorliebe gut ausgebildeter unzufriedener und kritischer junger Menschen. Deren Masse muss nie erfahren, an wessen Leine sie laufen, während sie selbst meinen, für Ideale und ein besseres Leben zu kämpfen. Man kauft die Köpfe, auf die es ankommt. Jede sogenannte NGO, jede neu aufkommende politische Bewegung oder Organisation muss man unter diesem Blickwinkel kritisch anschauen, wenn man sich nicht hereinlegen lassen will.
Es gibt immer die Möglichkeit des Durchschauens. Die Frage ist stets: Wer agiert da und wem nutzt es, worauf läuft das hinaus ? Oberflächlich betrachtet, sind schwarze Kluft bei antifaschistischen Demos in Deutschland scheinbar das Selbe wie schwarze Kluft bei Angriffen auf Gewerkschafter in Athen. Aber wer steckt unter der schwarzen Kluft ? Wer zahlt ? Wer steuert ? - Das kann man herausfinden. Das wird herausgefunden. Die Agenten des "Regime Change" werden entlarvt, isoliert und unwirksam gemacht, wo das herausgefunden wird. Die Läuse im Pelz der Volksbewegungen werden schliesslich geknackt, auch wenn es eine Weile dauert, bis sie gefunden werden.
(Dank an http://www.dkp-essen.de/ für den Hinweis)