Wikileaks: Dokumente des US-Terrors im Irak

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Befreien auf imperialistisch geht so:

 

WikiLeaks enthüllt Folter und Morde an Gefangenen | Drucken |  E-Mail
Irak
Freitag, den 22. Oktober 2010 um 23:23 Uhr

WikiLeaks über Twitter am 22. Oktober 2010Die US-Armee hat nach der Invasion im Irak ab 2003 mehrere Hundert festgenommene Zivilisten umgebracht und die Folterung von Kriegsgefangenen durch Kollaborateure vertuscht. Das geht aus weiteren 400.000 bislang geheimen Dokumenten hervor, die das Internetportal WikiLeaks am Sonnabend veröffentlichen will und die es heute bereits dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazzeera zugespielt hat. Wie der Sender mitteilt, geht aus den ihm vorliegenden Papieren hervor, dass Hunderte Zivilpersonen in den Gefängnissen der US-Besatzer ums Leben gekommen sind. Die Zahl ziviler Todesopfer der Besatzung sei viel höher, als dies die US-Administration in Washington bislang zugegeben habe, so Al-Jazzeera. Der britische Guardian spricht auf seiner Homepage von 15.000 bislang unbekannten Todesfällen.



Die US-Armee habe im Geheimen die Toten gezählt, während sie öffentlich alle Vorwürfe dementierte, so Al-Jazzeera. Eine besonders gravierende Rolle habe bei den Verbrechen der private Sicherheitskonzern Blackwater - heute Xe Services - gespielt. »US-Geheimberichte enthüllen neue Fälle, die Blackwater mit Schüssen auf Zivilisten in Verbindung bringen«, so der aus Qatar arbeitende Fernsehsender. Weiter belegen die Dokumente dem Guardian zufolge mindestens einen Fall, bei dem zwei irakische Soldaten, die sich ergeben wollten, von einem Apache-Hubschrauber aus erschossen wurden. »Man kann sich keinem Flugkörper ergeben«, hatten demnach die Kommandostellen dem nachfragenden Piloten mitgeteilt.

Darüber hinaus geht aus den Dokumenten hervor, dass es zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2009 zu zahlreichen Fällen von Folter und Misshandlungen irakischer Gefangener durch Polizisten und Soldaten dieses Landes gekommen ist, die von den US-Truppen toleriert und gedeckt wurden. »Obwohl eines der Ziele des Kriegs gegen den Irak war, die Folterzentren Saddam Husseins zu schliessen, belegen die Dokumente von WikiLeaks zahlreiche Fälle von Folterungen und Misshandlungen irakischer Gefangener durch irakische Polizisten und Soldaten«, heisst es dazu in einer vom Sender verbreiteten Erklärung.

WikiLeaks hatte am Freitag über Twitter eine »wichtige Mitteilung« für Europa angekündigt, die um 10.00 Uhr veröffentlicht werden sollte. Ebenfalls über Twitter hatte WikiLeaks auch ironisch die Erklärung der US-Administration kommentiert, man erwarte »nichts Neues« von den Enthüllungen: »Nichts Neues für SIE, müsste es heissen!« Der Dienst empfiehlt seinen Nutzern, »in den nächsten Stunden« auf neue Veröffentlichungen u.a. bei TBIJ, IBC, Guardian, Spiegel, NYT, Le Monde, Al Jazeera, Chan4, SVT, CNN und BBC zu achten.

 

 

 

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A
<br /> <br /> Das alles mag nur noch für Historiker interessant sein! ich muss nicht jedes einzelne Verbrechen, jede Schweinerei kennen um mir über die USA, ihre Politik und ihre Kriege ein Urteil zu machen.<br /> Insofern ist die Beschäftigung mit dieser jüngsten Vergangenheit eine Ablenkung von der Gegenwart in Afghanistan, Pakistan, dem Iran, Somalia, Lateinamerika.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> DU bist Dir über die Politik der USA im klaren. Aber ein immer noch grosser Teil der Bevölkerung ist es nicht. Ich finde, die Wikileaks-Veröffentlichung wirkt dem entgegen, dass über die<br /> Verbrechen im Irak langsam Gras wächst. Aber ich finde schon auch, dass es eine problematische Seite gibt. Die wird in opablog ganz gut angesprochen: http://opablog.twoday.net/stories/8400291/ .<br /> <br /> <br /> <br />