Zum Tod von Käthe Reichel

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Ein Nachruf von  Günther Drommer in junge welt:

 

http://www.jungewelt.de/2012/10-23/012.php

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Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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G
<br /> Mit einem hast Du Recht: Von einem Sozialdemokraten trennt Dich politisch weniger als von mir. Siehe G.W.F. Hegel, "Kritik des Gothaer Programms" (für "Traditionsmarxisten": Vorsicht - Späßchen!)<br />
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S
<br /> <br /> Du erwähnst jetzt wiederholt die Kritik des Gothaer Programms. Für die, die mitlesen (falls es jemanden gibt, der mitliest), hier der Wortlaut dieser Kritik: http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_013.htm <br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> Das scheint ein Problem zu sein: Dass Du immer heraus- oder erfinden willst, was jemand ist und dich nur am Rande dafür interessierst, was jemand schreibt, denkt, sagt oder macht. Solche Kämpfe<br /> sind mir zu unkonkret. Aber es gibt ja anscheinend allerhand Partner dafür, die sogar Massenverankerung vorweisen können.<br />
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S
<br /> <br /> In dem Fall sollte es sich um ein Spässchen handeln. Es ist ja leider nicht so, dass uns beide politisch nur so viel trennen würde wie einen DKP-Zentristen und mich trennt. Zum Vorwurf<br /> selbst: Andersherum. Das, was jemand sagt, denkt, macht, macht ihn. Dafür eine Überschift zu finden, heisst nur, die Quintessenz der Sache zu benennen. Das bedeutet gerade nicht zu ignorieren,<br /> woraus diese Essenz gewonnen ist, sondern ist deren Voraussetzung. Mag schon sein, dass ich vorschnell oder nicht genügend bedacht benenne. Die Unfehlbarkeit will ich dem Papst nicht streitig<br /> machen.<br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> Meine Bezugnahme auf Köbele ziehe ich zurück. Ich hatte die Passage in seinen "organisationspolitischen" Überlegungen, die ich meinte, diametral falsch gelesen. Über die<br /> "organisationspolitischen" Positionen 'an sich' mache ich mehr erst Gedanken, wenn die Deutungsbeliebigkeit zu Dingen wie z.B. EU oder Finankrise innerhalb der DKP die Repräsentanten der<br /> unterschiedlichen "Flügel" wieder auf mindestens auf eine Sichtweite von 0,5 Lichtjahren einander entgegengespült hat. Absolute Wahrheiten (wie z.B. die, dass es keine absolute Wahrheiten gibt)<br /> kann es ja eh nicht geben.<br />
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S
<br /> <br /> "... mache ich mehr erst Gedanken, wenn ...": Du bist ja einZentrist ?!<br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> Als "Traditionsmarxisten" wärt ihr mir jetzt nicht vorgekommen, wenn ich den - mir nicht geläufigen - Begriff richtig deute. Beim Sepp Aigner bin ich nämlich mit zunehmender Forums-Korrespondenz<br /> immer restloser überzeugt, dass er tatsächlich glaubt, die "Kritik des Gothaer Programms" sei eine dialektisch antizipierte und posthum edierte Arbeit Hegels.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Wie dem auch sei: Eigentlich ging es ja um Käthe Reichel (möge ihr die Erde leicht sein). An ihrem - unbestrittenen - Aufrecht-geblieben-Sein, ihren Einlassungen am 4. November 89 und z.B. zu<br /> Hartz IV gäbe es was zu analysieren - weil es so symptomatisch ist, was da aufrecht geblieben ist. Der Glaube an einen demokratischen Staat, der 'eigentlich' doch auch für was Gutes taugen könnte<br /> und 'immerhin' im Vergleich zum Faschismus - aus gutem eigenen Grund - das beliebte "konkrete Kämpfe"-Spiel zulässt, einhegt und rechtspflegt. Wie alle anderen Redner und SED-Leute 1989 (außer<br /> EH) nicht einmal der Versuch einer Erklärung, wie die Bundesrepublik eigentlich beschaffen war/ist, die da siegesgewiss herandrohte. Wie der Westen - mittels weltweiter Austeilung von<br /> Schuldverschreibungen auf seine überlegene Gewalt - den Rüstungswettlauf finanzierte, den der Osten verloren hatte - kein Erklärungsversuch, nirgends. ich fand Erklärungen in den damals adhoc<br /> produzierten Büchern der ewig Rumschwallenden, während alles in der SED, was im bürgerlichen Sinn satisfaktionsfähig war, sich in den demokratischen Betrieb stürzte.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Aber was sind Euch schon Erklärungen. Da haltet Ihrs mit Friedrich Wilhelm - "Hegelsche Drachensaat". Dass was richtig oder falsch sein kann, habe ich in dem Umkreis dieser Tage erstmals bei<br /> Patti Köbele ansatzweise gelesen (der mir in seinerzeitigen Disputen noch Seit' an Seit' mit Leo Mayer gegenübersaß).<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Wo alles schon so super einsortiert ist, werdet Ihr Euch doch jetzt nicht mit Inhalten aufhalten wollen. Beruflich bin ich übrigens Medienschmierant im dezidiert rechten Lager und Mietwucherer,<br /> ohne Käs. Was soll da schon rauskommen ...<br />
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S
<br /> <br /> Was hast Du denn von Köbele gelesen ?<br /> <br /> <br /> <br />
R
<br /> @gkh: Ich begreife mich ob meiner objektiven Klassenlage als Teil des Proletariats. Als Kommunist versuche ich zudem, im Proletariat (durch Aufklärungs- und Bildungsarbeit unter den Kollegen<br /> sowie in konkreten Kämpfen meiner Klasse) das Klassenbewusstsein zu erhöhen, also den Schritt von der Klasse an sich zur Klasse für sich zu stärken. Und das alles im marxistischen Bewusstsein,<br /> dass nur die proletarische Klasse dazu in der Lage ist, die Bourgeoisie zu stürzen und eine neue höhere Gesellschaftsformation zu errichten, in der die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen<br /> beseitigt ist.<br /> <br /> <br /> Deine Klassenlage kenne ich nicht. Ich kann allerdings zum "Gegenstandpunkt"-Spektrum aus jahrelanger Erfahrung mit dieser Szene einschätzen, dass die meisten von denen, die mir da begegnet sind,<br /> a) weder der Arbeiterklasse angehören noch b) ein proletarisches Klassenbewusstsein haben (wollen) bzw. auch nicht viel auf die Arbeiterklasse geben. Stattdessen viel Rumgeschwalle und heiße<br /> Luft, kaschiert durch akademische Worthülsen. Das mag auf Erstsemester und Dozenten im SoWi- oder Politikseminar durchaus Eindruck machen, ändert aber nichts am sinnfreien Schwallgehalt.<br /> <br /> <br /> Mag bei Dir vielleicht anders sein, aber außer halbgarer Marxlektüre (ob aus erster Hand oder via "Gegenstandpunkt" sei mal dahingestellt) und galligen Tiraden gegen vermeintliche<br /> "Traditionsmarxisten" habe ich in den letzten Monaten Deinerseits auch nicht viel gehört.<br />
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