Zur wirtschaftlichen Lage der armen Laender in der Krise. Beispiel Tuerkei

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Im Dezember 2009 erschien die erste Ausgabe einer neuen theoretischen Zeitschrift, der International Communist Review, die von einer Reihe kommunistischer Parteien herausgegeben wird. Ich moechte hier auf einen Aufsatz hinweisen, der von der tuerkischen KP beigetragen wurde

 

- Die politische Transformation der Tuerkei und die Weltwirtschaftskrise.

 

Autor ist Alper Birdal, der Mitglied des Zentralkomitees der tuerkischen KP und Herausgeber deren theoretischer Zeitschrift Gelenek ist.

 

Birdals Text enthaelt Ueberlegungen zur historischen Einordnung der gegenwaertigen Krise, zur Nuetzlichkeit der Herstellung historischer Parallelen (und deren Grenzen), bringt einige Daten zu den Gewichtsverschiebungen zwischen verschiedenen Laendergruppen in letzter Zeit und analysiert die wirtschaftliche Lage der "untergeordneten Laender (also, im buergerlichen Sprachgebrauch, etwa: "Entwicklungslaender"/"Schwellenlaender"). Vor diesem Hintergrund geht er auf die Lage der Tuerkei ein.

 

Den Text gibt es bisher leider nicht in deutscher Fassung. Ich verweise hier auf die englische:

 

http://www.iccr.gr/site/en/issue1/political-transformation-of-turkey-and-global-economic-crisis.html

 

 

Zur International Communist Review:

 

Zur Zeit gibt es kein gemeinsames Medium der kommunistischen Parteien im Weltmassstab. Ob die neue Zeitschrift dazu werden wird, muss die Praxis erweisen. Die Herausgabe ist aber ein Beispiel dafuer, dass viele kommuninstische Parteien sich wieder staerker bemuehen, zu einer gemeinsamen politischen Plattform zu kommen. Der wichtigste Teil dieser Bemuehungen sind die Welttreffen kommunistischer Parteien, die in der letzten Zeit wieder in kurzen Abstaenden stattgefunden haben, darunter 2006 in Lissabon, 2008 in Sao Paulo/Brasilien, 2009 in Delhi/Indien. Das naechste (12. Treffen) wird von der suedafrikanischen KP ausgerichtet.

 

Auf dem letzten Treffen in Delhi verabschiedeten die teilnehmenden Parteien eine gemeinsame Erklaerung: Die internationale kapitalistische Krise, der Arbeiter- und Volkskampf und die Rolle der Kommunisten in der Arbeiterbewegung.

 

An den Treffen in den vergangenen Jahren nahmen jeweils zwischen gut fuenfzig und gut sechzig Parteien teil.

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