Wahlergebnisse in Spanien
Die rechte PP erhielt 6 032 500 Stimmen, was 42,23 % der abgegebenen Stimmen entspricht und der Partei 23 Sitze einbringt (die Zahlen 2004: gut 300 000 Stimmen weniger, 41,21 %, 24 Sitze)
Die sozialemokratische PSOE - 6 032 500 Stimmen, 38,51 %, 21 Sitze (2004: 700 000 Stimmen mehr, 43,46 %, 25 Sitze)
Die CEU, eine Koalition buergerlicher regionalistischer Parteien, erhielt 802 225 Stimmen - 5,15 %, 2 Sitze (2004 4000 Stimmen weniger, 5,15 %, 2 Sitze)
Die IU (Vereinigte Linke, Kommunistische Partei Spaniens und andere) erhielt 583 708 Stimmen - 3,73 %, 2 Sitze (2004: 60 000 Stimmen mehr, 5,15 %, 2 Sitze)
UPyD (Union fuer Fortschritt und Demokratie, eine Rechtsabspaltung der PSOE, erhielt 449 499 Stimmen - 2,87 %, 1 Sitz (2004: ---)
Die Epd-V, eine kleinbuergerliche linke regionalistische Parteienkoaltion, erhielt 391 962 Stimmen - 2,50 %, 1 Sitz (2004: 11 000 Simmen weniger, 2,45 %, 1 Sitz)
Die Wahlbeteiligung blieb im Vergleich zu 2004 praktisch unveraendert bei 46 %.
Neben den aufgefuehrten Parteien und Koalitionen kandidierten viele weitere, die nur geringe Stimmanteile erhielten. Am knappsten scheiterte di neue IL (Internationalistische Liste, die auch von den Anhaengern der verbotenen baskischen Parteien unterstuetzt wurde).
BEMERKUNGEN ZUM ERGEBNIS
1.
Die Mehrheit der Wahlberechtigten hat nicht gewaehlt. Rechnet man die Immigranten hinzu, die nicht waehlen durfen, repraesentieren die Parteien wenig mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevoelkerung. Wer sich ein Bild davon machen will, wieviele Menschen die Parteien, gemessen an der erwachsenen Gesamtbevoelkerung repraesenieren, muss von den ausgewiesenen Prozentzahlen zwei Drittel abziehen. Die PP beispielsweise repraesentiert in Wirklichkeit nicht 42, %, sondern ca.14 oder 15 %.
2.
Wie in anderen EU-Staaten auch, wird das Ergebnis als eine Staerkung der Rechten interpretiert. Das ist nur bedingt richtig. Die Rechten gewannen in Spanien zwar absolut und relativ hinzu. Aber das bedeutet, dass diejenigen, die sie waehlen, die Angehoerigen der oberen Schichten und der Leute aus dem Kleinbuergertum, die dazu auch gern gehoeren wuerden, in groesseres Zahl zur Wahl gegangen sind als die Angehoerigen der unteren Schichten. Es bedeutet, dass sich die Mehrheit der Arbeiterklasse und der Armen von der "offiziellen Politik" zurueckgezogen hat und es nicht einmal mehr der Muehe wert findet, ein Kreuzchen zu malen. Das wache Klassenbewusstsein der Oberschichten und die angeekelte Resignation der unteren Schichten fuehrt zu den Wahlergebnissen, wie sie gestern zu besehen waren.
Die sozialemokratische PSOE - 6 032 500 Stimmen, 38,51 %, 21 Sitze (2004: 700 000 Stimmen mehr, 43,46 %, 25 Sitze)
Die CEU, eine Koalition buergerlicher regionalistischer Parteien, erhielt 802 225 Stimmen - 5,15 %, 2 Sitze (2004 4000 Stimmen weniger, 5,15 %, 2 Sitze)
Die IU (Vereinigte Linke, Kommunistische Partei Spaniens und andere) erhielt 583 708 Stimmen - 3,73 %, 2 Sitze (2004: 60 000 Stimmen mehr, 5,15 %, 2 Sitze)
UPyD (Union fuer Fortschritt und Demokratie, eine Rechtsabspaltung der PSOE, erhielt 449 499 Stimmen - 2,87 %, 1 Sitz (2004: ---)
Die Epd-V, eine kleinbuergerliche linke regionalistische Parteienkoaltion, erhielt 391 962 Stimmen - 2,50 %, 1 Sitz (2004: 11 000 Simmen weniger, 2,45 %, 1 Sitz)
Die Wahlbeteiligung blieb im Vergleich zu 2004 praktisch unveraendert bei 46 %.
Neben den aufgefuehrten Parteien und Koalitionen kandidierten viele weitere, die nur geringe Stimmanteile erhielten. Am knappsten scheiterte di neue IL (Internationalistische Liste, die auch von den Anhaengern der verbotenen baskischen Parteien unterstuetzt wurde).
BEMERKUNGEN ZUM ERGEBNIS
1.
Die Mehrheit der Wahlberechtigten hat nicht gewaehlt. Rechnet man die Immigranten hinzu, die nicht waehlen durfen, repraesentieren die Parteien wenig mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevoelkerung. Wer sich ein Bild davon machen will, wieviele Menschen die Parteien, gemessen an der erwachsenen Gesamtbevoelkerung repraesenieren, muss von den ausgewiesenen Prozentzahlen zwei Drittel abziehen. Die PP beispielsweise repraesentiert in Wirklichkeit nicht 42, %, sondern ca.14 oder 15 %.
2.
Wie in anderen EU-Staaten auch, wird das Ergebnis als eine Staerkung der Rechten interpretiert. Das ist nur bedingt richtig. Die Rechten gewannen in Spanien zwar absolut und relativ hinzu. Aber das bedeutet, dass diejenigen, die sie waehlen, die Angehoerigen der oberen Schichten und der Leute aus dem Kleinbuergertum, die dazu auch gern gehoeren wuerden, in groesseres Zahl zur Wahl gegangen sind als die Angehoerigen der unteren Schichten. Es bedeutet, dass sich die Mehrheit der Arbeiterklasse und der Armen von der "offiziellen Politik" zurueckgezogen hat und es nicht einmal mehr der Muehe wert findet, ein Kreuzchen zu malen. Das wache Klassenbewusstsein der Oberschichten und die angeekelte Resignation der unteren Schichten fuehrt zu den Wahlergebnissen, wie sie gestern zu besehen waren.
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