Zum Tag: Kleine Details zum Thema Iran
Seit gestern ist in allen Medien, dass es in 50 iranischen Staedten mehr Stimmen als Wahlberechtigte gab. Der Schluss scheint klar zu sein: Wahlfaelschung. Von insgesamt 3 Millionen Stimmen ist die Rede. Ob dies den "ueberschuessigen" Stimmen in besagten 50 Staedten entspricht, wird nicht gesagt. (Drei Millionen gefaelschte Stimmen - angenommen sie waeren alle fuer Ahmadineschad gefaelscht - wuerden uebrigens am Ergebnis nichts aendern, weil nach den bisher behaupteten Ergebnissen der Vorsprung Ahmadineschads vor Mussawi elf Millionen Stimmen betraegt, sich also lediglich auf acht Millionen verkleinern wuerde.)
Nun aber zum "kleinen Detail": Heute sagte eine spanische Journalistin, die sich noch in Teheran aufhaelt, dort seit mehr als drei Jahren lebt und mit den Verhaeltnissen gut vertraut ist, im spanischen TV-Sender Quatro: Im Iran sei es so, dass jedermann waehlen koenne, wo er wolle. Leute aus Teheran, die sich gerade irgendwo in der Provinz aufhalten, also in jedem beliebigen Kaff und umgekehrt. Damit ist klar, dass die Zahl der Wahlberechtigten einer Gemeinde nicht mit der Zaehl der Waehler ubereinstimmen muss, die tatsaechlich auch in dieser Gemeinde gewaehlt haben; also auch, dass es sich nicht um Wahlfaelschung handeln muss, wenn eine Gemeinde "Ueberschuessige", ueber die Zahl ihrer Wahlberechtigten hinausgehende, Waehler meldet.
Ausser besagter spanischer Journalist scheint das auf der ganzen Welt kein einziger anderer Journalist zu wissen. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass es auf der ganzen Welt nur eine einzige Journalistin gibt, die ihr Handwerk beherrscht. Oder gar nur eine einzige Journalistin, die ehrlich ihrer Informationspflicht nachkommt.
Nun aber zum "kleinen Detail": Heute sagte eine spanische Journalistin, die sich noch in Teheran aufhaelt, dort seit mehr als drei Jahren lebt und mit den Verhaeltnissen gut vertraut ist, im spanischen TV-Sender Quatro: Im Iran sei es so, dass jedermann waehlen koenne, wo er wolle. Leute aus Teheran, die sich gerade irgendwo in der Provinz aufhalten, also in jedem beliebigen Kaff und umgekehrt. Damit ist klar, dass die Zahl der Wahlberechtigten einer Gemeinde nicht mit der Zaehl der Waehler ubereinstimmen muss, die tatsaechlich auch in dieser Gemeinde gewaehlt haben; also auch, dass es sich nicht um Wahlfaelschung handeln muss, wenn eine Gemeinde "Ueberschuessige", ueber die Zahl ihrer Wahlberechtigten hinausgehende, Waehler meldet.
Ausser besagter spanischer Journalist scheint das auf der ganzen Welt kein einziger anderer Journalist zu wissen. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass es auf der ganzen Welt nur eine einzige Journalistin gibt, die ihr Handwerk beherrscht. Oder gar nur eine einzige Journalistin, die ehrlich ihrer Informationspflicht nachkommt.
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