Rudelbeissen
Die vereinigten Demokraten, die sich so viel Muehe geben, Afghanistan (von den Afghanen) zu befreien, schnappen sich seit dem Kundus-Massaker gegenseitig in die Flanken. Die Regierungen der umliegenden EU-Freunde Deutschlands "distanzieren" sich von der juengsten deutschen Befreiungstat. Der US-Oberbefehlshaber begibt sich stante pede in die Hoehle des Rudelgenossen und wiederholt, was er vorher schon der Presse mitgeteilt hat: Man muesse einfuehlsamer befreien. Ein Reporter der Washington Post begleitet ihn, gegen den Willen der deutschen Kommandantur, und schreibt am naechsten Tag fiese Sachen ueber den lieben Buendnispartner in sein Blatt. "So geht man mit Deutschland nicht um!" knurrt die FAZ mit gefletschten Zaehnen zurueck. Ausgerechnet die Freunde von jenseits des Atlantik muessen andere ueber robuste humanitaere Friedensmissionen belehren, ist der der Unterton, begleitet von der Meldung, wieder einmal habe eine US-Drohne in Pakistan um die fuenfzig Menschen final befriedet, darunter vier Schulkinder.
Was ist denn los im Rudel ?
Um das demokratische Anliegen in Afghanistan steht es schlecht. Dass das eine Friedens- und Aufbaumission ist, glaubt kein Mensch mehr. Die Luegenfassade stuerzt ein. Die Buerger der beteiligten Staaten murren. Der afghanische Widerstand wird jeden Tag staerker. Mit dem Quisling Karzai ist buchstaeblich kein Staat zu machen, nicht einmal ein Marionettenstaat. - Da muss es doch Schuldige geben. Also spielen die vereinigten Demokraten Reise nach Jerusalem, und diesmal ist es Deutschland, das keinen Stuhl erwischt hat. Steht bloed im Kreis, alle zeigen auf den deutschen Oberst und den deutschen Minister, der von nix weiss, und fauchen und knurren und schnappen.
Armes Deutschland. Da mueht man sich all die Jahre, den Eingeborenen beizubringen, was eine deutsche Ordnung ist. Da wird man auch immer robuster, soweit die Stimmung in Deutschland es irgend zulaesst, und zeigt, dass die deutsche Wehrmacht nichts verlernt hat. Und dann ist es auch wieder nicht recht.
Armes Deutschland: Ja, so kann man es vielleicht drehen. Der Skandal ist nicht ein Haufen geroesteter Afghanen, der Skandal ist, dass ein Haufen geroesteter Afghanen ein Skandal ist. So stand es gestern in der WELT. Krieg ist Krieg. Schluss mit dem Friedensblahbla. Wenn das ankommt beim Michel, ist man wenigstens innenpolitisch den Schritt weiter, den man ohnehin weiterkommen muss. Deutschland ist wieder wer. Am deutschen Wesen muessen schon wieder Leute verrecken, und das ist erst der Anfang. Wenn die Michels meinten, es sei ein Spass, sich beim Fussballgucken die deutschen Farben ins Gesicht zu schmieren, muessen sie jetzt allmaehlich kapieren, dass das kein Spass ist, sondern blutiger Ernst. Wenn die Freunde satte siebenhundert Miltaerstuetzpunkte um den Globus verteilt haben, muss man gucken, wo es noch Bedarf gibt - an DEUTSCHEN Garnisonen. Wo bliebe denn sonst der freie Wettbewerb ? Und das gesunde Nationalempfinden ? Und das Auftragspolster fuer Rheinmetall ? Das muss der Michel jetzt kapieren. Ohne Kriegsexport ist es mit dem Exportmeistertitel bald vorbei. Maerkte wollen erschlossen sein, die Ressourcen der diversen Eingeborenen muessen gesichert werden, und die Rudelfreunde schlafen auch nicht.
Inzwischen ist im Rudel wieder Ruhe eingekehrt. Die FAZ verlautbart, die Freunde befleissigten sich wieder eines kameradschaftlichen Umgangs mit den deutschen Recken. Na dann. Bis zum naechsten Rudelbeissen.
Was ist denn los im Rudel ?
Um das demokratische Anliegen in Afghanistan steht es schlecht. Dass das eine Friedens- und Aufbaumission ist, glaubt kein Mensch mehr. Die Luegenfassade stuerzt ein. Die Buerger der beteiligten Staaten murren. Der afghanische Widerstand wird jeden Tag staerker. Mit dem Quisling Karzai ist buchstaeblich kein Staat zu machen, nicht einmal ein Marionettenstaat. - Da muss es doch Schuldige geben. Also spielen die vereinigten Demokraten Reise nach Jerusalem, und diesmal ist es Deutschland, das keinen Stuhl erwischt hat. Steht bloed im Kreis, alle zeigen auf den deutschen Oberst und den deutschen Minister, der von nix weiss, und fauchen und knurren und schnappen.
Armes Deutschland. Da mueht man sich all die Jahre, den Eingeborenen beizubringen, was eine deutsche Ordnung ist. Da wird man auch immer robuster, soweit die Stimmung in Deutschland es irgend zulaesst, und zeigt, dass die deutsche Wehrmacht nichts verlernt hat. Und dann ist es auch wieder nicht recht.
Armes Deutschland: Ja, so kann man es vielleicht drehen. Der Skandal ist nicht ein Haufen geroesteter Afghanen, der Skandal ist, dass ein Haufen geroesteter Afghanen ein Skandal ist. So stand es gestern in der WELT. Krieg ist Krieg. Schluss mit dem Friedensblahbla. Wenn das ankommt beim Michel, ist man wenigstens innenpolitisch den Schritt weiter, den man ohnehin weiterkommen muss. Deutschland ist wieder wer. Am deutschen Wesen muessen schon wieder Leute verrecken, und das ist erst der Anfang. Wenn die Michels meinten, es sei ein Spass, sich beim Fussballgucken die deutschen Farben ins Gesicht zu schmieren, muessen sie jetzt allmaehlich kapieren, dass das kein Spass ist, sondern blutiger Ernst. Wenn die Freunde satte siebenhundert Miltaerstuetzpunkte um den Globus verteilt haben, muss man gucken, wo es noch Bedarf gibt - an DEUTSCHEN Garnisonen. Wo bliebe denn sonst der freie Wettbewerb ? Und das gesunde Nationalempfinden ? Und das Auftragspolster fuer Rheinmetall ? Das muss der Michel jetzt kapieren. Ohne Kriegsexport ist es mit dem Exportmeistertitel bald vorbei. Maerkte wollen erschlossen sein, die Ressourcen der diversen Eingeborenen muessen gesichert werden, und die Rudelfreunde schlafen auch nicht.
Inzwischen ist im Rudel wieder Ruhe eingekehrt. Die FAZ verlautbart, die Freunde befleissigten sich wieder eines kameradschaftlichen Umgangs mit den deutschen Recken. Na dann. Bis zum naechsten Rudelbeissen.
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