Zelaya zurueck in Honduras, Fortsetzung 2

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Der Gewerkschaftsfunktionaer Jaime Sanchez ist angeschossen worden. Er schwebt in Lebensgefahr. Der Widerstand berichtet von drei Toten und zahlreichen Verletzten, Gefolterten und Verschwundenen.

Die Ausgangssperre wurde gestern nachmittag aufgehoben. Die abgeschalteten Sender konnten ihre Arbeit, jedenfalls zum Teil wieder aufnehmen, werden aber zwischendurch immer wieder unterbrochen.

Die Putschisten-Medien hetzen gegen Venezuela. Sie behaupten, Zelaya folge den Befehlen von Chavez.  Auf einer Unternehmertagung wurden Boykottmassnahmen angedroht fuer den Fall, dass Zelaya wieder in sein Amt komme.

In den grossen West-Medien wird ueber die Ereignisse in Honduras eher unter "ferner liefen" berichtet. Die demokratische Aufregung, die sich in Faellen wie Iran oder Myanmar einstellt, wallt im Fall Honduras nicht auf.


nachmittags (eurpaeische Zeit):

Der spanische Sender TVE 1 meldet: Die amerikanischen und eurpaeischen Regierungen wollen ihre Botschafter nach Hause zurueckbeordern, um den Druck auf die Micheletti-Clique zu verstaerken.

Die Zahl der Toten wird jetzt mit zehn angegeben. Ueber die von den Repressionskraeften verletzten Personen gibt es keine Zahlen. Die Meldungen sprechen von "zahlreichen" oder "vielen" Verletzten.

Aktuelle Nachrichten ueber die Lage vor Ort sind spaerlich geworden. Auch die venezolanische apporea, die sich bisher als am besten informiert gezeigt hat, weiss offenbar seit gestern nichts Neues.
Werbung

Veröffentlicht in Honduras

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post