Alles global ? Deutsche Konzerne jedenfalls nicht.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

Der spanische Misch-Konzern ACS will sich den deutschen Hoch-Tief-Konzern schnappen. Wenn es nach der neoliberalen Propaganda ginge, nach der heutzutage nationale Grenzen nicht mehr zählen, sondern nur noch die optimale Kapital-Allokation wo auch immer auf der Welt, müsste das in Ordnung gehen; schon gar, wo es sich doch um ein Geschäftchen im werdenden EU-Staat handelt.

 

Aber so ist es wohl nicht gemeint. Freier Kapitalverkehr weltweit ist schon recht - wenn die Richtung stimmt. Wenn Daimler Chrysler schluckt (allerdings dann doch nicht verdauen kann), ist das in Ordnung.  Wenn deutsche Konzerne sich von Lateinamerika bis China "aufstellen" und ihre "globale Wertschöpfungs"organisation einrichten,um sich die Lohnarbeit anderer Staaten einzuverleiben, gilt das neoliberale Ideal. Dann ist das nämlich der gute alte Kapitalexport, der für die imperialistische Epoche des Kapitalismus charakeristisch ist. 

 

Wenn sich aber umgekehrt untoitsches Kapital auf dem heiligen Boden des toitschen Vaterlands breitmachen will, wird es problematisch. Kapitalexport - das machen doch die deutschen Grosskapitale (und, leider, auch die französischen, britischen, USamerikanischen, japanischen ...). Aber Möchtegern-Emporkömmlinge wie diese Spanier oder Chinesen - das geht doch nicht. Da muss der Staat eingreifen, der toitsche, und das arme toitsche Monopol vor den Welschen schützen.

 

Folgerichtig fordern derzeit "führende Wirtschaftsexperten" der SPD, die Bundesregierung müsse den Übernahmeversuch bei Hoch-Tief durch einen spanischen Multi vereiteln.

 

Merke: Globalisierung heisst in deutscher Übersetzung: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Aber doch nicht das deutsche Wesen am spanischen, zum Beispiel. Da sei der toitsche Standort vor !

 

 

 

Werbung

Veröffentlicht in Westliche Werte Boerse

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post