Früherer Chefkorrespondent von Reuters in Kuba war Agentenführer. Das ist nur ein kleines Beispiel.
Was im folgenden Text über die geheimdienstliche Wühlarbeit der USA in Kuba enthüllt wird, ist nur ein Beispiel. So arbeiten die US-Geheimdienste und ihre zahllosen Tarnorganisationen weltweit. Die USA unterhalten nicht nur 750 Militärstützpunkte in anderen Staaten, sondern haben den Globus auch mit einem Spitzel-Netzwerk überzogen, das, je nach den Interessen der US-Politik, alle Mittel, von der "klassischen" Informationsbeschaffung über die Organisierung von "Dissidenten"-Szenen bis hin zum Aufbau von Terrororganisationen, anwendet.
Was Kuba angeht, ist die gesamte dortige Dissidenten-Szene ein Produkt der CIA und anderer westlicher Geheimdienste. Es gibt keine authentische Opposotionsbewegung. Das wache politische Bewusstsein der Masse der kubanischen Bürger hat bisher verhindert, dass sich die "Dissidenten" unter Ausnutzung bestehender Unzufriedenheit Masseneinfluss verschaffen können. Die im Westen hochstilisierten Figuren sind in der Bevölkerung isoliert.
In anderen "missliebigen" Staaten ist das anders. Als NGOs oder "humanitäre Hilfsorganisationen" getarnte Geheimdienst-Organisationen dienen als Stützpunkte der Infiltration, von der CIA und anderen westlichen Geheimdiensten angeheuerte Personen durchsetzen die Staatsapparate ebenso wie authentische Oppositionsbewegungen. Ein Beispiel sind die iranische Opposition und die gegenwärtigen Volksbewegungen in den arabischen Staaten. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass hier ausnahmslos die US-Geheimdienste und ihre britischen, deutschen und französischen Kumpane "die Finger drin" haben, um sich die berechtigten und von grossen Teilen der Bevölkerung getragenen Proteste dienstbar zu machen und sie verdeckt zu führen, ohne dass die Masse der Beteiligten weiss, von wem sie beeinflusst und, im für die imperialisten besten Fall, gesteuert und geführt wird. Authentische Oppositionsbewegungen sind damit ständig in Gefahr, von fremden Interessen instrumentalisiert zu werden.
Am kubanischen Beispiel wird deutlich, wie eng die Verzahnung westlicher Medien mit den Geheimdiensten ist. Im folgenden Beispiel war der Chefkorrespondent von Reuters, einer der grossen weltweit agierenden monopolistischen Nachrichtenagenturen, schlicht ein Agentenführer. Neben den NGOs und "Hilfsorganisationen" ist das Personal der westlichen Massenmedien ein weiteres weltweites Netz, an dem die Geheimdienste andocken und das mit mit Agenten durchsetzt wird. So wird z. B. "Reporter ohne Grenzen", die von vielen als respektable Journalisten-Organisation angesehen wird, die sich für Presse- und Meinungsfreiheit einsetzt, nachweislich auch aus "geheimdienstnahen" US-Quellen finanziert.
Früherer Chefkorrespondent der britischen Nachrichtenagentur Reuters diente als CIA-Agentenführer auf Kuba
CIA-PLÄNE ZUM FABRIZIEREN VON „VOLKSFÜHRERN“ IN KUBA
übersetzt von Jens-Torsten Bohlke
Havanna, 4. März 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 7. April 2011) – Die neunte Folge der Serie „Las Razones de Cuba“ („Kubas Gründe“) verrät die Identität eines Kundschafters der kubanischen Staatssicherheit und weist nach, dass die CIA in Kuba einen Plan verfolgt, um „Volksführer“ für eine künstlich geschaffene Zivilgesellschaft aufzubauen, die Washingtons Pläne eines Sturzes der kubanischen Regierung unterstützen.
„Fabricando un líder“ („Einen Volksführer fabrizieren“) heißt der Dokumentarfilm, welcher heute abend im kubanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Er gründet sich auf das Zeugnis des Genossen Raúl Capote, Schriftsteller und Professor für die Geschichte Kubas an der Universität der Pädagogischen Wissenschaften von Havanna. Er war etliche Jahre lang der Kundschafter Daniel der kubanischen Geheimdienste.
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Genosse Capote ist der einstige stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung der Gebrüder Saíz in der kubanischen Zentralprovinz Cienfuegos, wo er geboren wurde. Er ist Autor von „El Adversario“ („Der Widersacher“), einem Buch mit einer kritischen Ansicht über die Wirklichkeit unseres Landes in der sogenannten Spezialperiode. Dies wird in diesem 9. Teil der Dokumentarfilmreihe dargestellt.
Beamte der US-Interessenvertretung in Havanna kontaktierten Capote bei gesellschaftlichen Anlässen und machten aus ihm den Agenten Pablo für die CIA. Der einstige Chefkorrespondent von Reuters in Kuba, Anthony Boadle, war der Verbindungsmann zwischen dem Schriftsteller und dem CIA-Beamten Mark Sullivan. Ein anderer seiner Verbindungsmänner zu den US-Geheimdiensten wurde als „Dissident“ Dagoberto Valdés gefördert. USAID und NED werden im Dokumentarfilm gezeigt, wie sie eine rechtliche Fassade für verdeckt arbeitende US-Geheimdienstler an für die US-Regierung interessanten Orten abgeben.
Die USAID und die NED als Ableger der CIA
Der Dokumentarfilm geht auf den Gebrauch der USAID und der NED als CIA-Ableger ein, welche lediglich verdeckten Handlungen einen legalen Anstrich geben, um US-Geheimdienstler an für die US-Regierung interessanten Orten einzuschleusen.
Seit 2006 betreute der hocherfahrene CIA-Lateinamerikaexperte Rene Greenwald ihn direkt, ließ ihm Anfragen oder „die Ideen“ zukommen, welcher er umsetzen sollte. Eine der ersten Entscheidungen bestand darin, dass er nicht an den Treffen teilnehmen sollte, die von US-Diplomaten in Kuba einberufen wurden, damit er eine „saubere Weste“ haben sollte.
„Sind Sie bereit, mit uns zusammenzuarbeiten?“, fragte der US-Geheimdienstler Capote. Auch dies zeigt der Dokumentarfilm. Dann erwähnte er „die Organisation“.
Unter den Aufträgen der CIA an Capote war der Aufbau einer Literarischen Agentur mit der Absicht, Beziehungen mit Einfluß auf kubanische Schriftsteller zu herzustellen. Unter den am meisten begeisterten Anhängern dieses Vorhabens befand sich Marc Wachtenheim, CIA-Mitarbeiter und der Mann, welcher bis 2010 Leiter des Programms Kuba in der Panamerikanischen Stiftung für Entwicklung (FUPAD) war, einer Nichtregierungsorganisation unter dem Mandat der OAS und einer der Hauptempfänger von Finanzmitteln aus der USAID.
Wachtenheim sah das „Geschäft“ in viel größerem Maßstab. Sein Ziel war, dass GENESIS eine Stiftung sein sollte, für welche Capote unter anderem unzufriedene Intellektuelle gewinnen sollte.
Robert Balkin, ein in Mexiko ansässiger US-Amerikaner und Mitarbeiter einer Außenstelle der Universität von New York, fungierte ebenfalls als Verbindungsmann. Er lieferte Ausrüstungen der neuesten Generation auf dem Gebiet der Informationskommunikation, darunter Fotokameras, Drucker und andere technische Mittel sowie Medikamente.
Im April 2008 übergab ihm der in Havanna akkreditierte US-Diplomat James Benson als damaliger 1. Wirtschaftspolitischer Sekretär der US-Geheimdienste ein BGAN, einen funktechnischen Kommunikationsapparat mit äußerst raschem Internetzugang außerhalb der Regierungsnetze, um „sichere Kommunikation“ mit CIA-Beamten zu gewährleisten. „Schau mal, ich komme her, um Dir zu bringen, was Du gerade erwartest“, sagte ihm der Diplomat.
Das BGAN war ein sicheres Kommunikationsmittel bis letzten Dezember und bewerkstelligte kurze Chatkontakte über das Internet. Wachtenheim sollte da Capote einen dringenden Rat senden: „Nutze das nie wieder (...) Wenn sie Dich damit finden, wird es für Dich und uns und für jemanden im Gefängnis problematischer“. Dies teilte er ihm angesichts des einsetzenden Falls nach Verhaftung des US-Geschäftsmanns Alan Gross und nur wenige Wochen vor dessen Gerichtsprozeß in Havanna mit.
Quelle:
Fotos von Ismael Francisco:
-1- Raúl in „Kubas Gründe“
-2- Fabrizieren eines Volksführers Ismael Francisco
Dieses BGAN wurde von der CIA Raúl Capote übergeben, damit er unentdeckt von den Behörden vor Ort Informationen weitergeben sollte.
-3- Ismael Francisco 11
Teil des von der CIA an Raúl übergebenen Arsenals, um seine geheimdienstliche „Arbeit“ in Kuba zu machen
Video-Aufnahmen auf youtube in spanischer Sprache:
http://www.youtube.com/watch?v=L-sMRRIZIOY&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=cg1J_upefUg&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=DiJwbEtNwf4&feature=related
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Quelle: http://www.kommunisten-online.de/Kriegstreiber/kuba2.htm#Chefkorrespondent
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