Kommunisten Richtung Einheit
Am 55. Jahrestag des KPD-Verbots trafen sich Kommunisten verschiedener Organisationen in Dresden zu einem Rundtisch-gespräch und verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung. Hier der Text:
Erklärung der Teilnehmer am
Ersten Rundtischgespräch Dresdner Kommunisten
Auf Einladung der Regionalorganisationen der DKP und KPD und unterstützt von der KPF/PdL Dresden fand am 17. August 2011 ein Rundtischgespräch Dresdner Kommunisten statt. Es war das erste dieser Art.
Unter der Überschrift „Gegen das Vergessen – 55 Jahre KPD-Verbot – Mahnung und Verpflichtung“ diskutierten die Teilnehmer Probleme des Kampfes der Kommunisten in Vergangenheit und Gegenwart. Den Schwerpunkt der Diskussion bestimmten jene Fragen, die der gegenwärtige Zustand der kommunistischen Bewegung in der BRD aufwirft.
Die Teilnehmer stimmen darin überein, dass es die Kommunisten in diesem Land nicht mehr verantworten können, dass durch die Zersplitterung der kommunistischen Bewegung der Klassengegner sich triumphierend in antikommunistischen Orgien austobt und den sozialen Kahlschlag verschärft. Die Einheit des Handelns der Kommunisten ist das Gebot der Stunde.
Zur Formierung dieses einheitlichen Handelns betrachten die Teilnehmer Gespräche am Runden Tisch als eine zweckmäßige Form des Gedankenaustausches und der Meinungs-und Willensbildung. Sie sprechen sich deshalb für eine planmäßige Fortsetzung der Rundtisch-gespräche aus, die wechselseitig von DKP und KPD thematisch bestimmt und organisiert werden sollten.
Die Teilnehmer bestätigen die Erfahrung, dass der Aneignung und Vermittlung der wissenschaftlichen Weltanschauung der Kommunisten in den Kämpfen unserer Zeit wachsende Bedeutung zukommt. Angesichts der bescheidenen Kräfte und Mittel der einzelnen Parteien sollten deshalb mit Hilfe der vom KAD organisierten MASCH die Anstrengungen gebündelt und die Mitglieder und Sympathisanten der Parteien für diese Form organisierter Weiterbildung gewonnen werden. Die Teilnehmer wissen um die Bedeutung außerparlamen-tarischer Formen des Kampfes gegen Militarismus und Neofaschismus. Sie werden deshalb die bereits gesammelten Erfahrungen des Kampfes gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr und bei der Abwehr neonazistischer Aufmärsche zielstrebig bei künftigen Aktionen nutzen. Sie werden sich an der Friedenskundgebung des KAD am 1. September 2011 auf der Hauptstraße in Dresden nicht nur persönlich beteiligen, sondern viele Gleichgesinnte zur Teilnahme auffordern.
Dresden, den 17. August 2011
Quelle: http://kommunistische-initiative.org/erstes-rundtischgesprach-dresdner-kommunisten-2/