Korea-Krise: aktueller Stand
USA - Suedkorea:
Das Marine-Manoever an der Westkueste der koreanischen Halbinsel ist im Gang.
Nordkorea - Russland:
Der stellvertretende russische Aussenminister, Alexel Borodavkin, ist mit dem Botschafter der KVDR in Moskau, Kim Yong Jae, zusammengtroffen. Die russisch-nordkoreanischen Konsultationen sollen fortgesetzt werden. Das russische Aussenministerium: "Beide Seiten bekraeftigten die Notwendigkeit, eine weitere Eskalation der Spannungen in der Region zu vermeiden und ihren Willen, die Konsultationen weiterzufuehren in der Absicht, die gegenwaertige Krise inter-koreanische Krise zu ueberwinden."
Nordkorea zum suedkoreanischen "Untersuchungsergebnis":
Nordkorea widersetzt sich dem Versuch, die Angelegenheit auf der Grundlage dieses Ergebnisses - also mit Nordkorea als Beschuldigtem - vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen.
Die Militaerfuehrung gab gestern, 28.05., eine Pressekonferenz zum Untergang der suedkoreanischen Fregatte Cheonan. Sie warnte Suedkoea vor Provokationen. Das Untersuchungsergebnis sei aufgrund der Zusammensetzung des Untersuchungs-Tems "nicht objektiv und fair". Da die USA sich nach wie vor "im Kriegszustand" mit der KVDR befinden und Grossbritannien und Australien im Koreakrieg Partei gewesen seien, sei das Untersuchungsergebnis nicht glaubwuerdig. (Im Untersuchungs-Team waren diese Laender vertreten, nicht jedoch Nordkorea, China und Russland, obwohl Anrainer-Staaten.)
Die zivilen Mitglieder des Untersuchungs-Teams haetten zu den Haupt-Beweisstuecken nur beschraenkten Zugang gehabt. Einige Mitglieder mit abweichenden Meinungen seien ausgeschlossen worden. Im vorliegenden Bericht gebe es viele Widersprueche bezueglich Zeit, Ort und Zeugen. Das Ergebnis sei gefaelscht.
China - Suedkorea:
Der chinesische Premier Wen Jiabao ist gestern zu einem dreitaegigen Besuch in Seoul eingetroffen. Er sagte, China wolle sich sein Urteil auf "objektive und faire Art" bilden. China sei immer fuer Stabilitaet auf der koreanischen Halbinsel eingetreten. Es widersetze sich allen Akten, die gegen Frieden und Stabilitaet gerichtet sind und verurteile sie. Man nehme das Untersuchungsergebnis ebenso ernst wie die Reaktionen aller Beteiligten darauf. Man erhoffe sich von Suedkorea einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Angelegenheit.
nach:
http://news.xinhuanet.com/english2010/world/2010-05/28/c_13321734.htm
http://news.xinhuanet.com/english2010/world/2010-05/29/c_13321846.htm