Leonor en Libia: Die Bombentoten

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Eintrag in Leonors Blog vom 13. Mai 2011:

 

http://leonorenlibia.blogspot.com/2011/05/las-muertes-por-las-bombas.html

 

Übersetzung:

 

Die Bombentoten

 

Die augenscheinliche Folge der Bomben auf Zivilisten ist ein Vielzahl von Toten und Verletzten.

 

Heute sagte mir ein Spanier in Tripolis, die Sache sei die, dass die Regierung es nicht verstehe, sich zu verkaufen, dass man das Marketing nicht versteht und in der Folge dadurch der Westen die Medien im Griff hat.

 

Wie mir erzählt wird, benutzt das libysche Militär seine Luftabwehr-Batterien nicht gegen die täglichen Bombardements der NATO, es hält durch, aber bis jetzt greift es die Flugzeuge nicht an und verteidigt sich nicht gegen sie.

 

Erzählt wird von ungezählten Dramen aufgrund der Bomben. So von der mit Zwillingen schwangeren Frau, die verletzt wurde, ihe Kinder gebar und an den Verletzungen starb. Einer der beiden Säuglinge wurde infolge der Veltzungen durch die Bombe blind geboren.

 

Ungeachtet der Trauer über den Verlust von Angehörigen wissen die Libyer sehr gut, dass Unterwerfung bedeutet, alles zu verlieren, und dass die, die kommen, um sie zu "retten", sie töten und das Öl an sich bringen wollen. Sie werden sich niemals unterwerfen.

 

__________

 

Eintrag in Leonors Blog, 13. Mao 2011:

 

http://leonorenlibia.blogspot.com/2011/05/otan-bombardea-misratah-civil.html

 

Übersetzung:

 

NATO-Bombardement auf das zivile Misurata

 

Im Moment bombardiert die NATO Misurata.

 

Der Platz, an dem die Milizen der NATO ihre Waffen aufbewahrten, wurde zu diesem Zeitpunkt von den humanitären Helfern des Roten Halbmonds bewacht, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Der zurückgewonnene Platz war in der Hand des Roten Halbmonds, um Hilfe und Sicherheit zu bieten.

 

Die NATO hat den Platz bombardiert und die Menschen, die dort arbeiteten und die Mitarbeiter des ^Roten Halbmonds getötet.

 

Die libysche Regierung verlautbarte, dass die Menschen in Misurata die Stadt in Richtung der Gegend von Adafiya verlassen könnten, weil es dort sicher sei, so dass sich dort eine Menge Menschen und Autos befanden. Die NATO hat von Schiffen und Flugzeugen aus sehr intensiv bombardiert und eine bisher nicht gesehene Anzahl Menschen getötet. Getötet wurden Angehörige des Roten Halbmonds und des Roten Kreuzes. Die Leute liefen verzweifelt in alle Richtungen auseinander, während die Geschosse von den Schiffen und Flugzeugen einschlugen. Sie töteten und schossen auch auf Fahrzeuge des Roten Halbmonds.

 

 

 

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A
<br /> <br /> Es bröckelt gewaltig - selbst mein "bürgerliches Umfeld", winkt schon teilweise genervt ab: "...ich hör mir den Scheiß nicht mehr an..." (z.B. aus dem Mund eines "CSUlers", oder eines<br /> "sozialdemokratischen" Stadtrates).<br /> <br /> <br /> Mit dem festen Willen - und einer guten Koordination könnten es diverse Staaten gemeinsam(!) schaffen etwas auf die Beine zu stellen. Die Frage ist: ist man gewillt! - oder: wurde darüber<br /> überhaupt schon nachgedacht?<br /> <br /> <br /> Unter dem "Dach" von Telsur, PressTV, oder auch evtl. RussiaToday (ich schätze diesen Sender, aber über die Ausrichtung kann man sicherlich streiten) könnten auch andere Staaten Programme senden.<br /> Was ist mit China - bzw. deren Satelliten?<br /> <br /> <br /> Möglichkeiten gäbe es meiner Meinung genug - jetzt ist Koordination gefragt - einen "alternativen Medienverband" muß man früher oder später ins Leben rufen!<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> "Möglichkeiten gäbe es meiner Meinung genug - jetzt ist Koordination gefragt - einen "alternativen Medienverband" muß man früher oder später ins Leben rufen!" - Meine ich auch.<br /> <br /> <br /> Auf die VR China würde ich in dem Fall wenig Hoffnung setzen. Dort ist die Generalparole: Wir brauchen noch zehn Jahre friedlichen Aufbaus, um stark genug zu sein, einen Angriff der USA zu einer<br /> Option zu machen, die für die USA selber lebensgefährlich ist. Dem ist aussenpolitisch alles untergeordnet. Unterhalb dieser Generallinie, im zweiten oder dritten Glied der chinesischen<br /> Aussenpolitik, gibt es natürlich Fronten, die aufgebaut werden - etwa SCO, wirtschaftliche Zusammenarbeit mit fortschrittlichen Regimes in Lateinamerika, weltweite Organisation der<br /> Diskussion unter Marxisten etc. . Aber als Antipode zu den USA will China nicht auftreten - s. etwa die "feige" Haltung in der UN zur Kriegsresolution gegen Libyen. - So verstehe ich das<br /> jedenfalls.<br /> <br /> <br /> <br />
A
<br /> <br /> Das Hauptprobleme der sogenannten "Schurkenstaaten", der "bösen Diktaturen" etc. ist es immer, daß sie nicht in der Lage sind eine "multimediale Gegenoffensive" zu führen.<br /> <br /> <br /> Mit Telesur geht es meiner Meinung nach in die richtige Richtung - aber da muß noch viel mehr kommen...vor allen in anderen Sprachen. <br /> <br /> <br /> Solange nicht die Nachrichtenhoheit der "westlichen Wertegemeindschaft" angegriffen wird - solange wird auch die Lüge siegen!<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Sehe ich auch so. Aber das ist auch ein finanzielles Problem. Die andere Seite arbeitet mit - im Weltmassstab - hohen zweistelligen Milliardenbeträgen. Ich vermute, dass bei einer Brechung des<br /> Medienmonopols in der Zukunft mehrere Faktoren zusammenwirken werden - z. B. die zunehmende Überdrüssigkeit an den Massenmedien, mehr kleine dezentrale (internetgestützte) "Volksmedien",<br /> stärkere Medien, hinter denen fortschrittliche Parteien oder Regierungen stehen. Ersteres ist - ohne die sozialistischen Verhältnisse gleichsetzen zu wollen - beim Verlust der<br /> Massenbasis der KPen in den ehemaligen soz. Ländern entscheidend gewesen. Das Beinahe-Monopol von Parteien und Staat gab es, aber es wurde immer unwirksamer, auch weil Wirklichkeit und Propaganda<br /> immer schlechter übereinstimmten. Mir scheint, dass heute im "Westen" Ähnliches im Gange ist, nicht in einem "Endstadium", aber es bröckelt.<br /> <br /> <br /> <br />