Libyen: Nicht einmal eine Marionettenregierung

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Eine richtige Regierung hätten die "Rebellen" ja nicht bilden müssen. Mehr als eine Marionettenregierung erlauben ihre NATO-Oberherren ohnehin nicht. Aber nicht einmal eine solche bringen sie zustande:

 

Libya's NTC failed to reach agreement on interim gov't
 
   2011-09-18  
 

BENGHAZI, Sept. 18 (Xinhua) -- Libya's National Transitional Council (NTC) Sunday failed to reach an agreement on an interim government which was due to be unveiled on the same day, head of the NTC executive board Mahmoud Jibril told a press conference.

The NTC could not solve their differences over a few positions in the transitional government at the end of the negotiations, Jibril said in the east city of Benghazi, cradle of the protests that toppled former leader Muammar Gaddafi.

He said that the NTC, which now rules the North African country, would carry on with negotiations and announce the establishment of the government as early as possible.

Jibril said on Sept. 11 in the Libyan capital of Tripoli that an interim government would be announced in one week or ten days later, which would include representatives from different regions of Libya, including areas that are still under the control of Gaddafi supporters.

He added all military units which had been fighting forces loyal Gaddafi would be brought under the umbrella of the upcoming government.

 

Quelle: http://news.xinhuanet.com/english2010/world/2011-09/18/c_131145680.htm

 

 

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Veröffentlicht in Afrika

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T
<br /> <br /> Warum, darf man sich fragen, läßt das Imperium im Eilverfahren zwei Statthalter (Jalil & Jibril) einer US-Kolonialregierung bei der UN akkreditieren, wenn seine Strippenzieher wissen, daß<br /> diese Figuren nur mit einem weiteren Waffengang zu etablieren sind, diesmal gegen die Kämpfer, die Salabi, Belhadj loyal sind, und dem Misrata Warlord, dessen Namen mit grad entfallen ist?<br /> <br /> <br /> Die Akkreditierung des TNC ist blamiert und kenntlich gemacht, was sie motivierte: Die Aussicht auf Beute, welche die diplomatische Anerkennung voraus setzt. Ein weiterer Schritt im Umbau der UN.<br /> <br /> <br /> J&J sind unmittelbar nach Scheitern ihrer Amtsbestätigung über Malta in die USA ... geflohen? Sicher, sie sind die Kassenwarte, aber auch im Imperium weiß man, daß Libyen Ressourcen hat, die<br /> sich von den aufmüpfigen Söldnern noch lange zum Selbsterhalt plündern lassen. Munition eingeschlossen, daher sind sie wenig erpressbar.<br /> <br /> <br /> Gehört das vielleicht zum Plan? Zu demselben Plan, der offenkundig nicht vorsieht, den übergelaufenen Warfallah - das sind v.a. die Misrata-Clans, die sich 1993 bei einem gescheiterten<br /> Putschversuch blutige Köpfe holten - Baniwalid frei zu bomben?<br /> Anders in Sirte. Dort sollten Panzer und gepanzerte Haubitzen unter Deckung aus der Luft eine Schneise in die Stadt brechen, doch das "Fußvolk" der "Rebellen" zog es vor, ihnen zuvor kommen zu<br /> wollen. Warum? "Desorganisation", wie die Presse unisono verlautbart? Sollen wir glauben, die "Rebellen" seien dümmer als Affen? Wer in Libyen ist imstande, Panzer gefechtsmäßig zu bedienen und<br /> mit den Haubitzen nicht nur blind in die Gegend zu ballern? Es sind wohl keine Libyer, traue ich mich zu schließen!<br /> <br /> <br /> Oder ist es auf dem Kampffeld um Baniwalid doch gar nicht so anders?<br /> Auch da wurden Haubitzen, angeblich sogar zwei schwere Artilleriegeschütze eingesetzt. Nun präsentiert die libysche restarmee 12 bei einem Vorstoß gefangen genommene Franzosen, neben drei Briten.<br /> Wer hat die dort mit welchem Auftrag hingeschickt?<br /> <br /> <br /> Sarkozy will Bodentruppen schicken, Cameron ließ die britische Presse für dasselbe Ziel trommeln (niemand berichtet derzeit in deutlicheren Worten über das "Debakel" (wörtlich) der Gefechte, als<br /> britische Reuters-Agenten und Korrespondenten des "Telegraph". Nicht mal RT - merk würdiger weise). Aber das reicht nicht. Wer wird dazu stoßen? Die lange avisierten und in kleineren Kontingenten<br /> schon eingerückten Quataris? Glaub ich nicht!<br /> Vielleicht gar niemand?<br /> <br /> <br /> Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, das Pentagon nutzt seinen Einfluß auf das State Departement unter der nullcheckenden Haßnudel, gegen den Willen der anderen Beteiligten eine<br /> provisorische Abtrennung des libyschen Nordens vom Süden unter gleichzeitiger Ost-West-Teilung zu betreiben, um britisch-französische (italienische) Ölinteressen maßgeblich zu beschneiden.<br /> <br /> <br /> Und das wäre dann auch die simple Erklärung für die chinesische Wende. China würde - wie schon im Irak - am Öl beteiligt (unter der gewünschten Kontrolle des Pentagon) und bekäme zusätzlich<br /> Aufschub für den sudanesischen Schauplatz, wenn es, wie bereits vor dem Krieg in Arbeit, die südöstlichen Felder übernähme. Für das Africom liegen die vordringlicheren Ziele weiter westlich.<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Ich verstehe nicht alle Manöver. Kann man wahrscheinlich auch nicht, weil die Information für ein sicheres Urteil einfach nicht reicht. Ich vermute aber, dass der nächste Schritt doch sein<br /> wird, dass die NATO Bodentruppen einsetzt - vielleicht jeder Staat in einem abgestimmten Claim. Die westeuropäischen HiWis ganz auszubooten, dürfte für das Imperium nicht ratsam sein. Die sind<br /> kleiner und schwächer, aber nahe dran und sie haben viel historische Erfahrung im Umgang mit den afrikanischen Eingeborenen - die man so oder so nutzen kann.<br /> <br /> <br /> Deal mit China, weil das östliche Afrika von geringerem Interesse ? Für Letzteres spricht nicht, dass Somalia zu Bantustans gebombt worden ist, Simbabwe nach wie vor im Visier ist, Äthiopien als<br /> "Bündnispartner" gehalten wird.<br /> <br /> <br /> <br />