Israelischer Luftschlag gegen den Iran: technische und politische Probleme
Die israelische Luftwaffe muesste fuer einen Schlag gegen die iranischen Atom-Anreicherungsanlagen 1600 Kilometer ueberwinden, einfache Strecke. Die moeglichen Routen fuhren ausnahmslos durch den Luftraum anderer Staaten. Mindestens ein Teil der Kampfjets muesste unterwegs betankt werden. - Eine Operation dieser Art waere technisch und politisch kompliziert. Die Kooperation oder stillschweigende Duldung arabischer Staaten koennte diese innenpolitisch destabilisieren, v. a. Saudi-Arabien, das eine Hauptrolle spiele muesste.
Die Drohungen gegen den Iran gibt es jetzt schon lange. Im Sommer vergangenen Jahres schien sich ein Angriff im Herbst oder gegen Jahresende abzuzeichnen, der schliesslich nicht erfolgt ist.
Vor zwei Wochen erregte Aufmerksamkeit, dass ein starker USamerikanischer Flottenverband unter aussergewoehnlichen Sicherheitsvorkehrungen der aegyptischen Armee den Suez-Kanal Richtung Rotes Meer passierte. Dem Verband gehoeren auch ein israelisches und ein deutsches (die Hessen) Kriegsschiff an. Mittlerweile hat er den Persischen Golf erreicht und verstaerkt die dort schon operierenden starken US-Kraefte. Im Golf gibt es auch Einheiten der britischen und franzoesischen Flotten.
Ist die Verstaerkung eine Drohung ? Ein politisches Manoever mit militaerischen Mitteln ? Oder geht es um den Flankenschutz fuer einen bevorstehenden israelischen Luftangriff auf den Iran ?
David Moon eroertert in der Asia Times die technischen Moeglichkeiten, moeglichen Routen und die politischen Bedingungen und Folgen eines israelischen Angriffs:
The anatomy of an attack on Iran
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/LG01Ak01.html