Wie weiter nach der Cheonan-Affaere ? Nordkoreanische Stellungnahmen
In diesem Beitrag http://kritische-massen.over-blog.de/article-die-cheonan-affaere-vor-der-uno-53789491.html hatte ich behauptet, dass die Behandlung der Cheonan-Affaere im UN-Sicherheitsrat eine Beerdigung zweiter Klasse der US/suedkoreanischen Kampagne gewesen sei. Jetzt hat die nordkoreanische Regierung ihre Wertung ins Netz stellen lassen:
http://www.kcckp.net/de/news/news_view.php?0+25481
Demnach ist Nordkorea bereit, die sogenannten Sechsergespraeche wieder aufzunehmen, mit dem Ziel, "einen Friedensvertrag zu schliessen und die Denuklearisierung zu realisieren".
Das wuerde aber einen grundlegenden Wandel in der US-Politik voraussetzen, der aktuell nicht zu erwarten ist. Wenn Nordkorea von Denuklearisierung spricht, meint es nicht nur die eigenen Atomwaffen, sondern auch die der USA, die in Suedkorea stationiert sind (von der mit Atomwaffen ausgeruesteten USamerikanischen Kriegsmarine im Gelben Meer ganz abgesehen). Diejenige Macht, die an der Aufrechterhaltung des Spannungszustandes in Korea intersssiert ist, ist und bleibt die USA, die anders ihre Besetzung Suedkoreas und ihre Militaerstuetzpunkte in Japan und der ganzen Region nicht "rechtfertigen" koennte.
Dazu passt die Politik der gegenwaertigen suedkoreanischen Regierung. Der nordkoreanischen Naenara zufolge hat sie die Beziehungen zwischen den beiden Korea der letzten zehn Jahre - die sogenannte Sonnenscheinpolitik - als "verlorene Jahre" bezeichnet. Naenara schreibt, damit wuerde sie die Nord-Sued-Erklaerung von 2001 - die die "Sonnenscheinpolitik" begruendete - "mit Fuessen treten", was "eine Verspottung und Beleidigung des Wunsches der Nation nach der Wiedervereinigung des Landes" sei. Die Regierung Ri Myong Bak stelle die Gefolgschaftstreue gegenueber den USA ueber alles und hoeher als die Interessen des Volkes. (http://www.kcckp.net/de/news/news_view.php?0+25523 )