Die Volksvertreter in den USA
Ebenso wie in Deutschland und allen bürgerlichen Demokratien, widerspiegelt die soziale Zusammensetzung der Parlamentarier nicht im entferntesten die soziale Schichtung der Bevölkerung. In der überwiegenden Mehrheit gehören die Volksvertreter privilegierten Schichten an. Und so sieht ihre Politik auch aus. Sie betrachten in aller Regel das "Volk", das sie vertreten sollen, von oben herab und behandeln es entsprechend, und sie achten darauf, dass die Previlegierten ihre Vorrangstellung, ihre Macht und ihren Reichtum behalten und ihn mehren können.
In einem Artikel von heute berichtet die FAZ über die Vermögensverhältnisse im USamerikanischen Repräsentantenhaus und Senat - "Der Washingtoner Club der Millionäre". Danach besitzen die Hälfte der Volksvertreter Vermögen von über einer Million Dollar, manche mehrere hundert Millionen. Hinzuzufügen ist, dass kein Millionär und trotzdem Abgeordneter zu sein keineswegs bedeutet, dass von diesen Repräsentanten dann die Interessen der "einfachen Leute" eher verfolgt werden. Eher im Gegenteil: Wer kein Geld hat, seine Kandidaturen zu finanzieren, braucht um so dringender vermögende "Freunde", die ihn sponsern, und die tun das nicht für umsonst.
Hier der FAZ-Artikel: