Kein Staatsmord an Mumia Abu-Jamal
Gute Nachricht aus dem US-Gulag: Mumia Abu-Jamal wird nicht weggespritzt, erhängt oder bei lebendigem Leib geröstet. Möglicherweise wird er nach dreissig Jahren sogar aus seiner festerlosen Isolierzelle in ein grössere verlegt. Mehr zivilisatorische Errungenschaft ist bis dato nicht, und das auch nur in diesem Einzelfall, in dem Linke und Liberale in aller Welt in einer jahrzehntelangen Kampagne Abu-Jamal vor dem Vergessen bewahrt und jetzt vor dem Staatsmord gerettet haben. Abertausende leben weiter in der Hölle der Todes-Trakte, oft jahrzehntelang, immer ohne zu wissen, ob nicht die Tür aufgeht und der Gang zur Hinrichtungsstätte angetreten werden muss.
Der Kampf um Abu-Jamls Leben ist mit seiner "Begnadigung" zu lebenslanger Haft - lebenslang ist hier wörtlich zu nehmen - nicht zu Ende. Abu.Jamal ,uss berfreit werden ! Der Erfolg wird der weltweiten Solidaritätsbewegung neuen Aufschwung geben.
| Mumia darf leben | | Drucken | |
| USA |
| Donnerstag, den 08. Dezember 2011 |
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Mumia Abu-Jamal
Am gestrigen Mittwoch hat Philadelphias Bezirksstaatsanwalt Seth Williams bestätigt, dass die Todesstrafe gegen den afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal verfassungswidrig ist. Der Ankläger verzichtet endgültig darauf, weiter auf eine Hinrichtung des Menschenrechtsaktivisten zu drängen, dessen Inhaftierung sich am morgigen Freitag zum 30. Mal jährt. Zuvor hatten US-Bundesgerichte bereits viermal festgestellt, dass das Todesurteil auf Rechtsbrüchen im ursprünglichen Verfahren von 1982 basiert. Zuletzt hat das der Oberste Gerichtshof der USA im Oktober 2011 klargestellt. Immer wieder waren die Anklagebehörden dagegen jedoch vorgegangen.
Quelle: http://www.redglobe.de/nordamerika/usa/4805-mumia-darf-leben
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