Obamas Rede vor der UNO-Vollversammlung, kommentiert von Fidel Castro
Fidel Castro zitiert in seinen neuen, anlässlich der UNO-Vollversammlung geschriebenen "Reflexiones" lange Passagen der
Rede Obamas vor der Vollversammlung
und kommentiert die Rede. Ich habe die Stichworte der Themen, die Obama anspricht, durch Fettdruck hervorgehoben.
Obama, kommentiert von Fidel:
Als das Treffen von New York am 21. September, d.h. Mittwoch Vormittag begann, nahm – nach der Rede der brasilianischen Präsidentin, die die Debatten eröffnete und nach der unerlässlichen Vorstellung – der US-Präsident das Podium ein und hielt seine Rede.
„Während sieben Jahrzehnten“ – begann er -, „in denen die UNO verhinderte, dass ein Dritter Weltkrieg ausbräche, leben wir weiter in einer vom Konflikt gekennzeichneten und von Armut heimgesuchten Welt. Während wir unsere Liebe für den Frieden und den Hass gegen den Krieg verkünden, gibt es weiterhin Unruhen und Krisen auf der Welt, die uns alle in Gefahr bringen“.
Es ist nicht bekannt, welches der Zeitpunkt ist, zu dem gemäß Obamas Aussage die UNO einen Dritten Weltkrieg verhindert hätte.
„Ich übernahm das Amt zu einem Zeitpunkt von zwei Kriegen für die USA, ein Krieg gegen den Extremismus, der uns zum Krieg führte. An erster Stelle waren Osama Bin Laden und seine Organisation Al-Qaeda noch frei. Heutzutage haben wir eine neue Richtung festgelegt. Am Ende dieses Jahres werden die militärischen Operationen im Irak beendet werden. Wir werden normale Beziehungen mit einem souveränen Land, Mitglied der Gemeinschaft der Nationen, unterhalten. Dieses Bündnis wird sich mit der Stärkung von Irak, seiner Sicherheitskräfte, seiner Regierung, seines Volkes und auch seiner Bestrebungen festigen.“
Von welchem Land spricht eigentlich Obama?
„Indem die USA und ihre Verbündeten dem Krieg im Irak ein Ende setzen, werden sie den Übergang in Afghanistan beginnen. In Afghanistan haben wir ein Land, das die Verantwortung für seine Zukunft übernehmen kann. In dem Maße, in dem sie dies tun, ziehen wir unsere eigenen Kräfte zurück und schaffen wir ein solidarisches Bündnis mit dem afghanischen Volk. So bleibt schließlich kein Zweifel daran, dass die Kriegswelle nach und nach umgekehrt wird.
Ich übernahm die Macht, als tausende US-Amerikaner in Afghanistan und Irak dienten. Am Ende dieses Jahres wird die Anzahl auf die Hälfte zurückgeschraubt werden und wird sich dann immer weiter verringern. Das ist wesentlich für die Souveränität sowohl von Irak als auch von Afghanistan und ebenfalls für die Stärkung der UNO und der USA, wenn wir unsere eigene Nation errichten. Außerdem haben wir dort eine starke Position, wenn wir weggehen. Vor 10 Jahren gab es eine offene Wunde und verbogene Stahlträger, ein gebrochenes Herz mitten im Stadtzentrum. Heute, wo ein neuer Turm errichtet wird, der die Erneuerung von New York symbolisiert; heute steht Al Qaeda wie nie unter Druck. Seine Führungsrolle ist verschlissen. Osama bin Laden, ein Mann, der tausende Personen von dutzenden Ländern getötet hat, wird nicht mehr den Frieden der Welt in Gefahr bringen.“
Wessen Verbündeter war Bin Landen, wer hat ihn wirklich ausgebildet und bewaffnet, um gegen die Sowjets in Afghanistan zu kämpfen? Das waren weder die Sozialisten noch die Revolutionäre irgendwo auf der Welt.
„Dieses Jahrzehnt ist sehr schwierig gewesen, […] aber heute stehen wir am historischen Scheideweg, mit der Gelegenheit, uns entscheidend zum Frieden hin zu bewegen. Um dies zu tun, müssen wir uns wieder auf die Weisheit derjenigen besinnen, die diese Einrichtung geschaffen haben. Die UNO und ihre Charta drängen uns zur Einigkeit, um den Frieden und die internationale Sicherheit zu erhalten.“
Wer hat Militärstützpunkte in allen Teilen der Welt? Wer ist der größte Waffenexporteur? Wer hat hunderte Spionage-Satelliten? Wer investiert jährlich über eine Billion Dollar an Militärausgaben?
„Dieses Jahr war ein Moment großer Veränderungen. Mehr Nationen haben Fortschritte dabei erreicht, den Frieden und die Sicherheit aufrecht zu erhalten und mehr Personen verlangen ihr Recht, in Frieden und in Freiheit zu leben.“
Dann zitiert er die Fälle von Sudan und der Elfenbeinküste. Er sagt nicht, dass sich die transnationalen US-Unternehmen im ersten Land auf die Erdölreserven dieses neuen Landes gestürzt haben, dessen Präsident auf derselben UNO-Versammlung äußerte, dass diese eine wertvolle, aber erschöpfbare Ressource darstellen, und ihren rationalen und optimalen Gebrauch vorschlug.
Obama sagte auch nicht, dass der Frieden in der Elfenbeinküste mit der Unterstützung der kolonialistischen Soldaten eines hervorstechenden Mitglieds der kriegerischen NATO erreicht wurde, das gerade tausende Bomben auf Libyen abgeworfen hat.
Bald darauf erwähnt er Tunesien und schreibt der USA-Regierung den Verdienst der Volksbewegung zu, die die Regierung dieses Landes, eines Verbündeten des Imperialismus, stürzte.
Noch erstaunlicher ist, dass Obama zu ignorieren versucht, dass die USA in Ägypten für die Machtergreifung der tyrannischen und korrupten Regierung von Hosni Mubarak verantwortlich sind, welche sich in Beleidigung der Grundsätze von Nasser mit dem Imperialismus verbündete, seinem Land Geldsummen in zweistelliger Milliardenhöhe entriss und dieses mutige Volk tyrannisierte.
„Vor einem Jahr – behauptet Obama - war es fast 30 Jahre, dass Ägypten den gleichen Präsidenten hatte. Während 18 Tagen waren die Augen der Welt auf den Platz Taghir gerichtet, wo die Ägypter von allen Teilen der Gesellschaft, junge Menschen, Kinder, Frauen, Männer, Moslems und Christen ihre allgemeinen Rechte verlangten. Wir sahen in diesen Demonstranten die Kraft ohne Gewalt, die uns von Neu-Delhi nach Selma führte, und wir sahen, dass die Wandlung auf friedlichem Wege nach Ägypten und in die arabische Welt kam.“
„Tagtäglich gegenüber den Geschossen und den Waffen, hat das libysche Volk nicht auf seine Freiheit verzichtet und als es mit dieser Gräueltat bedroht wurde, die wir in den letzten Jahrhunderten viel gesehen haben, hat die UNO ihre Charta geachtet und der Sicherheitsrat genehmigte die notwendigen Maßnahmen, um ein Massaker in Libyen zu verhindern. Die arabische Liga forderte diesen Eingriff; es gab ein Bündnis und eine Koalition, um den Vormarsch der Gaddafi-Streitkräfte zu verhindern.“
„Gestern haben die Führungskräfte eines neuen Libyen hier bei uns ihren Platz eingenommen und diese Woche eröffnen die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten ihre neue Botschaft in Tripolis.
So muss die internationale Gemeinschaft funktionieren, und so sollte sie funktionieren: Die Nationen, die sich zusammentun, um den Frieden und die Sicherheit zu suchen, und die Personen, die ihre Rechte verlangen.
„Wir alle haben die Verantwortung dafür, das neue Libyen, die neue Regierung, die die Aufgabe hat, dieses Versprechen in einen Segen für alle Libyer umzuwandeln, zu unterstützen.“
„Das Gaddafi-Regime ist zu Ende, Gbagbo, Ben Ali, Mubarak sind nicht mehr an der Macht.“ Osama Bin Laden ist nicht mehr da, und die Idee, dass die Veränderung nur durch Gewalt vorgenommen werden kann, ist mit ihm begraben worden.“
Beachten Sie die poetische Form, mit der Obama das Thema Bin Laden abhandelt, unabhängig davon, welche die Verantwortung dieses ehemaligen Verbündeten auch gewesen sei, der mit einem Schuss ins Gesicht vor seiner Ehefrau und seinen Kindern hingerichtet und von einem Flugzeugträger ins Meer geworfen wurde, wobei religiöse Sitten und Bräuche von über einer Milliarde Gläubigen ignoriert wurden und elementare rechtliche Grundlagen, die in allen Strafsystemen festgelegt werden. Solche Methoden führen nicht zum Frieden und werden nie dazu führen.
„Etwas geschieht auf unserer Welt“ – fährt er in Bezug auf Libyen fort –, „die Art, wie die Sachen geschehen sind, ist, wie es in der Zukunft sein wird. Die Hand der Tyrannei ist zu Ende gekommen, die Tyrannen sind ignoriert worden und die Macht ist jetzt in den Händen des Volkes. Die jungen Menschen lehnen die Diktatur ab, lehnen die Lüge ab, und dass einige Rassen, einige Völker, einige Stämme nicht die Demokratie verdienen.
Das Versprechen auf dem Papier, dass wir alle frei und mit dem gleichen Recht auf die Welt gebracht werden, ist immer näher, Wirklichkeit zu werden […] Das Maß des Erfolgs besteht darin, ob die Menschen in nachhaltiger Freiheit, Würde und Sicherheit leben können oder nicht, und die UNO und ihre Mitglieder müssen das Notwendige tun, um diese grundlegenden Bestrebungen zu unterstützen, und wir haben in dieser Hinsicht noch mehr Arbeit zu leisten.”
Er nimmt es sofort mit einem anderen muslimischen Land auf, wo, wie bekannt ist, sein Geheimdienst zusammen mit denen von Israel systematisch die prominentesten Wissenschaftler der Militärtechnologie ermordet.
Anschließend droht er Syrien, wo die Yankee-Aggressivität zu einem noch schrecklicheren Massaker führen kann, als das von Libyen.
„Heute wurden Männer, Frauen und Kinder durch das Regime von Syrien ermordet und gefoltert; Tausende sind ermordet worden, viele während der Heiligen Zeit des Ramadan, Tausende haben die Grenzen von Syrien überschritten.
Das syrische Volk zeigte Würde und Mut bei seiner Suche nach Gerechtigkeit, indem es friedlich protestierte und im Namen der gleichen Werte starb, die diese Institution verteidigt. Allerdings ist die Frage einfach: Werden wir das syrische Volk oder seine Unterdrücker unterstützen? Die UNO hat bereits Sanktionen gegen die syrischen Führer verhängt. Wir unterstützen die Machtübergabe, welche dem Wunsch des syrischen Volkes entspricht, und viele haben sich uns bei diesen Bemühungen angeschlossen, aber zum Wohl von Syrien und für den Frieden und die Sicherheit der Welt müssen wir uns mit einer einzigen Stimme äußern: Es gibt keine Entschuldigung für den Einsatz. Es ist Zeit, dass der Sicherheitsrat gegen das Regime von Syrien Sanktionen verhängt und das syrische Volk unterstützt.“
Ist vielleicht irgendein Land aus den blutigen Drohungen dieses berühmten Verteidigers der internationalen Sicherheit und des Weltfriedens ausgeschlossen geblieben? Wer hat den Vereinigten Staaten solche Privilegien gegeben?
„In der Region müssen wir auf die Forderungen für Veränderung reagieren. In Jemen haben sich jeden Tag Frauen, Mädchen, Männer auf den Plätzen versammelt und zwar mit der Hoffnung, dass ihre Entschlossenheit und ihr Blutvergießen zu einer Veränderung führen werden. Das US-amerikanische Volk unterstützt diese Bestrebungen. Wir müssen zusammen mit den Nachbarn und Partnern auf der Welt arbeiten, um einen Weg zu suchen, der zu einem friedlichen Übergang von der Regierung von Saleh führt, und damit so bald wie möglich freie und gerechte Wahlen stattfinden können.
In Bahrain wurden Maßnahmen für die Reform in der Rechnungslegung getroffen. Wir freuen uns darüber, aber es ist viel mehr erforderlich. Wir sind Freunde von Bahrain und werden von der Regierung und den Mitgliedern der Opposition weiterhin fordern, dass sie nach einem sinnvollen Dialog suchen sollen, der friedliche Veränderungen hervorbringt und die Wünsche des Volkes erfüllt. Wir sind der Meinung, dass der Patriotismus von Bahrain größer sein kann, als das Sektenwesen, das das Volk trennt; es ist schwierig, aber machbar.“
Er erwähnt überhaupt nicht, dass sich dort einer der größten Militärstützpunkte in der Region befindet und dass die transnationalen Yankee-Unternehmen nach ihrem Belieben die größten Öl- und Gasreserven von Saudiarabien und den Arabischen Emirate kontrollieren und über diese verfügen.
„Wir glauben, dass jedes Land seinen eigenen Weg haben muss, um die Erfüllung der Wünsche der Völker zu erreichen. Wir können nicht mit allen übereinstimmen, die sich politisch äußern, aber wir werden immer die universalen Rechte verteidigen, die von dieser Versammlung unterstützt wurden; Rechte, die von freien und gerechten Wahlen abhängig sind, durchschaubare Regierungen, die Rechnung ablegen, Respekt für die Rechte der Frauen und der Minderheiten, Gleichheit und Gerechtigkeit. Das verdient unser Volk. Dies sind die Elemente des Friedens, die nachhaltig sein können.“
„…Die Vereinigten Staaten werden weiterhin die Nationen unterstützen, die in Richtung Demokratie mit mehr Handel und Investitionen gehen, damit die Chance auf die Freiheit folgt. Wir werden unsere Verbindlichkeit mit den Regierungen weiter führen, aber auch mit der Zivilgesellschaft, den Studenten, Unternehmern, politischen Parteien, der Presse, den Medien.
Wir haben diejenigen verurteilt, die die Menschenrechte verletzen, und verhindern, dass diese jene Länder erreichen. Wir bestrafen diejenigen, die diese Rechte verletzen, und wir werden immer einstimmig jenen dienen, die zum Schweigen gebracht wurden.“
Nach dieser langen Tirade, geht der prominente Nobelpreisträger zum dornigen Thema ihres Bündnisses mit Israel über, das übrigens nicht zu den privilegierten Besitzern von einem der modernsten Atomwaffensysteme zählt und von dazu fähigen Mitteln, entfernte Ziele erreichen zu können. Er weiß sehr genau, wie willkürlich und unpopulär diese Politik ist.
„Ich weiß, dass es diese Woche ein Thema gibt, das in diesem Sinn grundlegend ist, für diese Rechte. Es ist eine Probe für die Außenpolitik der Vereinigten Staaten, wenn der Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser sich weiter entwickelt. Vor einem Jahr stand ich an diesem Podium und habe darauf gedrängt, dass es ein freies Palästina gäbe. Damals bin ich der Meinung gewesen, und ich bin es noch heute, dass das palästinensische Volk seinen Staat verdient, aber ich habe auch gesagt, dass ein echter Frieden nur zwischen den Israeli und den Palästinensern selbst erreicht werden kann. Ein Jahr später haben die Parteien noch nicht ihre Differenzen überbrücken können, trotz vieler Anstrengungen der Vereinigten Staaten und anderer. Angesichts dieses Stillstandes habe ich eine neue Basis für die Verhandlungen vorgeschlagen; die habe ich im letzten Mai gemacht. Diese Basis ist klar und allen bekannt: die Israeli müssen sicher sein, dass jegliche Vereinbarung Garantien für ihre Sicherheit hat; die Palästinenser müssen die territorialen Grundlagen ihres Staates kennen. Ich weiß, dass viele wegen Mangel an Fortschritten frustriert gewesen sind, ich bin es auch gewesen und bin es noch. Die Frage ist es nicht das Ziel, das wir suchen, sondern wie wir dieses Ziel erreichen.“
„Der Frieden verlangt viel Arbeit, der Frieden wird nicht anhand von Resolutionen oder Erklärungen vor der UNO kommen, wenn es so einfach wäre, wäre er bereits erreicht worden. Die Israeli und die Palästinenser müssen sich zusammensetzen, und sie werden zusammenleben, so sind sie es, die eine machbare Lösung innerhalb ihrer Grenzen suchen müssen, eine Lösung über Jerusalem, über die Flüchtlinge. Der Frieden ist abhängig von der Vereinbarung zwischen denjenigen, die nach Abschluss unserer Reden zusammenleben müssen, lange Zeit nachdem wir abgestimmt haben.“
Er verliert sich im Folgenden in einer langen Tirade, um das Unerklärliche und nicht zu Rechtfertigende zu erklären.
„… Ohne Zweifel haben die Palästinenser dies zu lange verzögert gesehen, und genau deshalb, weil wir so sehr an das Bestreben des palästinensischen Volkes glauben, haben die Vereinigten Staaten so viel Zeit und Mühe darein gelegt, um einen palästinischen Staat aufzubauen und solche Verhandlungen zu führen, die dieses Ziel des palästinischen Staates erfüllen können. Aber man muss auch verstehen, dass die Vereinigten Staaten eine Verpflichtung bezüglich der Sicherheit von Israel eingegangen sind, das ist wesentlich; unsere Freundschaft mit diesem israelischen Staat ist tief und dauerhaft.“
„Das jüdische Volk hat einen erfolgreichen Staat gebildet und es verdient Anerkennung und normale Beziehungen mit seinen Nachbarn, und die Freunde der Palästinenser erweisen diesen keinen Dienst, wenn sie diese Wahrheit nicht beachten.
… jede Seite hat legitime Wünsche, und es ist Teil von dem, was den Frieden ausmacht, etwas so Schwieriges, und die letzte Frist wird erst gebrochen werden können, wenn jede Seite lernt, in den Schuhen der anderen zu stehen, wenn jede Seite die Welt durch die Augen der anderen sehen lernt. Hierzu müssen wir ermutigen, das müssen wir fördern.“
In der Zwischenzeit bleiben die Palästinenser vertrieben aus ihrer eigenen Heimat, ihre Wohnungen werden von abscheulichen mechanischen Geräten zerstört und eine verhasste Mauer, viel höher als die Berliner, trennt einige Palästinenser von den anderen. Das Beste, was Obama anerkannt haben könnte, wäre gewesen, dass die eigenen israelischen Bürger der Verschwendung der Mittel überdrüssig sind, die in den militärischen Bereich investiert werden, Verschwendung, die ihnen den Frieden raubt und den Zugang zu den grundlegenden Mitteln für das Leben. Genauso wie die Palästinenser erdulden sie die Folgen dieser Art der Politik, die von den Vereinigen Staaten und den kriegerischsten und reaktionärsten Elementen des zionistischen Staates auferlegt wurde.
„In dem Maße, wie wir uns diesen Konflikten und diesen Revolutionen stellen, müssen wir anerkennen und uns erinnern, dass […] der echte Frieden davon abhängig ist, die Chance zu schaffen, damit es sich lohnt, das Leben zu leben, und dazu müssen wir gemeinsamen Feinden der Menschheit die Stirn bieten: den Atomwaffen, der Armut, der Unwissenheit und der Krankheit.”
Wer kann dieses Durcheinander des Präsidenten der Vereinigten Staaten vor der Vollversammlung verstehen?
Gleich darauf legt er seine unverständliche Philosophie dar:
„Um der weltweiten Zerstörung die Stirn zu bieten, müssen wir um eine Welt ohne Atomwaffen kämpfen; in den letzten Jahren haben wir angefangen diesen Weg zu gehen. Seit dem Gipfel in Washington haben viele Länder angefangen, ihr atomares Material gegen die möglichen Terroristen zu sichern.“
Kann es einen größeren Terrorismus geben, als jene aggressive und kriegerische Politik eines Landes, dessen Atomwaffenarsenal mehrmals das menschliche Leben auf diesem Planet zunichte machen könnte?
„Die Vereinigen Staaten werden weiter daran arbeiten, um den Test von atomaren Materialien und den Materialien für diese Waffen zu verbieten“, verspricht weiter Präsident Obama. „So haben wir schließlich angefangen, in die richtige Richtung voranzuschreiten. Die Vereinigen Staaten werden ihre Verpflichtungen erfüllen; aber wenn wir unsere Verpflichtungen erfüllen, erwarten wir, dass die Institutionen auch dabei helfen, die Expansion dieser Waffen einzuschränken […] Iran hat noch nicht beweisen können, dass sein Atomwaffenprogramm friedlich ist.“
Erneut die gleiche Geschichte!!! Aber dieses Mal ist Iran nicht allein; die Demokratische Republik Korea begleitet es.
„Nordkorea muss noch Maßnahmen ergreifen, um seine Waffen zu vermindern und seine kriegerische Haltung gegenüber dem Süden zu reduzieren. Es gibt eine Zukunft vieler Gelegenheiten für die Völker dieser Nationen, wenn ihre Regierungen die internationalen Verpflichtungen erfüllen; aber, wenn sie weiterhin auf dem Weg außerhalb des Völkerrechtes fortschreiten, müssen sie größeren Druck zu ihrer Isolierung zu spüren bekommen, deswegen verlangt es unsere Verpflichtung dem Frieden und der Sicherheit gegenüber, dass dies auf diese Art gemacht wird.“
Wenn unser Nobelpreisträger sich selbst etwas vormacht, etwas, was nachzuweisen wäre, dann würde das vielleicht die unglaublichen Widersprüche seiner Überlegungen und die unter seinen Zuhörern gesäte Verwirrung erklären.
Es ist nicht das Geringste an Ethik und nicht einmal an Politik an seinem Rechtfertigungsversuch für seine angekündigte Entscheidung, sein Veto gegen jegliche Resolution zugunsten der Anerkennung von Palästina als unabhängiger Staat und UNO-Mitglied einzulegen. Sogar Politiker, die eine sozialistische Denkweise absolut nicht teilen und an der Spitze von solchen Parteien stehen, die enge Verbündete von Augusto Pinochet waren, verkünden das Recht von Palästina, UNO-Mitglied zu sein.
Den Worten von Barack Obama über die wichtigste Angelegenheit, die heute in der Vollversammlung dieser Organisation debattiert wird, kann nur von den Kanonen, den Raketen und den Bombern der NATO applaudiert werden.
Der Rest seiner Rede sind leere Worte, denen moralische Authorität und Sinn fehlen. Verfolgen wir zum Beispiel, wie ideenlos sie waren, als Obama in einer hungrigen und von den transnationalen Unternehmen und dem übertriebenen Konsumverhalten der entwickelten kapitalistischen Länder ausgeplünderten Welt wie folgt verkündete:
„Um die Krankheiten zu überwinden, müssen die Gesundheitssysteme verbessert werden. Wir werden weiter gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria kämpfen; wir werden die Gesundheit von Erwachsenen und Kindern in den Mittelpunkt stellen, und jegliche biologische Gefahr wie die H1N1 oder eine terroristische Gefahr oder eine Krankheit muss entdeckt und gegen sie gekämpft werden.“
„Die Aktionen bezüglich des Klimawandels: Wir müssen die beschränkten Mittel nutzen und die Arbeit fortsetzen, um auf der Grundlage des in Kopenhagen und Cancún Erreichten aufzubauen, damit die großen Volkswirtschaften ihren Verpflichtungen weiter nachkommen. Wir müssen weiter daran arbeiten, um die Energie umzuwandeln, die der Motor der Volkswirtschaften ist, und andere unterstützen, damit diese mit ihrer Wirtschaft vorankommen. Das ist die Verpflichtung für die kommenden Generationen, und um abzusichern, dass die jeweilige Gesellschaft ihre Möglichkeiten verwirklichen kann, müssen wir erlauben, dass die Bürger ebenfalls ihre Leistungsfähigkeiten erreichen können.“
Jedermann ist bekannt, dass die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben und dass sie alle Bemühungen boykottiert haben, um die Menschheit vor den schrecklichen Folgen des Klimawandels zu bewahren, trotzdem sie das Land sind, das einen bedeutenden und unverhältnismäßig großen Anteil des Kraftstoffs und der Ressourcen der Welt verbraucht.
Wir wollen hier die idyllischen Worte vermerken, mit denen er beabsichtigte, die dort versammelten Staatsmänner zu umgarnen:
„Es gibt weder eine gerade Linie noch nur einen einzigen Weg zum Erfolg, wir kommen aus verschiedenen Kulturen und haben eine verschiedenartige Geschichte aufzuweisen; aber wir dürfen nicht vergessen, wenn wir uns hier als Oberhäupter der verschiedenen Regierungen treffen, dass wir Bürger vertreten, die die grundlegenden Wünsche teilen, und zwar dieselben: in Würde und in Freiheit zu leben; Bildung und Erziehung zu bekommen und Chancen erfolgreich nutzen zu können; ihre Familien zu liebem, und ihre Götter zu lieben und zu verehren; in einem Frieden zu leben, der das Leben lebenswert macht; die Natur einer unvollkommenen Welt führt dazu, dass wir diese Lektionen jeden Tag gelernt haben.“
„…weil jene, die vor uns gekommen waren, glaubten, dass der Frieden besser als der Krieg ist und dass der Frieden besser als die Unterdrückung ist, und dass der Wohlstand besser als die Armut ist. Das ist die Botschaft, die nicht aus den Hauptstädten kommt, sondern von den Völkern, den Leuten, und als diese Institution als Stützpfeiler gegründet wurde, kam Truman und sagte: Die Vereinten Nationen sind vor allem der Ausdruck der moralischen Natur im Streben des Menschen. Wir leben in einer Welt, die sich äußerst schnell verändert, das ist eine Lehre, die wir nie vergessen dürfen. Der Frieden ist schwierig, aber wir wissen, dass er möglich ist. Deshalb müssen wir uns gemeinsam entschließen, dass das durch die Hoffnungen bestimmt wird und nicht durch die Ängste. Gemeinsam müssen wir den Frieden erreichen, einen dauerhaften Frieden.
Vielen Dank!“
Seinen Worten bis zum Schluss zuzuhören, verdient mehr noch als Dankbarkeit, das verdient einen Preis.
Quelle:
http://de.cubadebate.cu/reflexionen-fidel/2011/09/28/chavez-evo-und-obama-erster-teil/
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